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'EuroShop' 2020 in der Messe Düsseldorf
Die "EuroShop" 2020 präsentiert auf 125.000 qm in 16 Hallen rund 2.300 internationale Aussteller aus 57 Ländern. Alles dreht sich um die neusten Innovationen der Handelsbranche, insbesondere für den stationären Handel, der durch besondere Einkaufserlebnisse punkten möchte. Ein Messetag ist hier definitiv viel zu wenig.

Insgesamt acht Themenbereiche werden gezeigt. Ein bedeutender Aspekt sind die Mannequins. Diese Modepuppen werden immer spannender und vielschichtiger. Bei GENESIS Mannequins sind rund 400 verschiedene Modelle im Angebot. Einige davon zeigt man in Düsseldorf. Die Ausgangsmodelle sind zunächst wahre Menschen, deren Körper man scannt. Mittels einer Software kann man ihnen viele mögliche Positionen zuschreiben, die dann per 3D-Druck produziert werden. Teilweise sehen sie täuschend echt aus. Andere stellen eine sportliche Betätigung dar und auch die 80er-Jahre sind wieder in Mode. Anders geht man bei italienischen Anbieter Bonaveri vor. Hier werden die Mannequins zunächst wie eine Skulptur geformt, um eine möglichst natürliche Körperform zu kreieren, zumindest was in der Modebranche als natürlich gilt. Twiggy ist als Modell nämlich wieder da. Es gibt sie auch mit genähten Oberkörpern aus Textil. Der gesamte Herstellungsablauf wird am Stand, neben den Kollektionen, Schritt für Schritt erkennbar gemacht.

Damit man die Kunden vom Online-Shop in die Geschäfte holt, werden Einkaufserlebnisse immer wichtiger. Ohne ein Smartphone mit diversen Apps muss man bald bereits verhungern. Bei Urban Store betritt man mit einer App den Store rund um die Uhr, scannt seine Ware selbst ein, bestätigt die Bezahlung über das Kundenkonto und erst dann öffnet sich wieder die Schleuse. Personal muss hier nur noch die Regale auffüllen. Es stellt sich nur die Frage, was passiert, wenn das Handynetz mal zusammenbrechen oder ein Handy-Akku plötzlich leer sein sollte. Aichinger verfolgt ein ganzheitliches und ebenso kreatives Konzept. Kleine Inseln mit diversen Food-Bereichen sind flexibel handhabbar. Kühlregale auf Rollen lassen sich zu wenigen oder mehreren zusammenstellen. Verschiedene Kühlstufen in einem Modul sind möglich. Die Lebensmittel werden live in einer Küche zubereitet und die Kühltheke kann wellenartig oder kreisförmig gestaltet werden. Natürlich gibt es auch eine Kaffee-Bar und Fleischpräsentationen wie in einer Schmuckauslage. Der Handel lässt sich eine ganze Menge einfallen.

Digital geht es ebenfalls am Beispiel des Fanshops der Basketballer des FC Bayern zu. Mit der App im Handy erfasst man per Code das gewünschte Produkt, notfalls auch in der kurzen Halbzeitpause oder bei einem Kurzstopp am Flughafen. Man bezahlt per Handy und kann es anschließend mitnehmen oder sich nach Hause schicken lassen. Per Erkennungsetiketten kann sogar der Spiegel der Umkleide weitere Vorschläge machen. Ein Bildschirm stimmt die Kunden atmosphärisch ein und eine Kamera erfasst die Regale, um ein Signal zu geben, welches Produkt aufgefüllt werden muss. Hier wurde an wirklich alles gedacht.

Microsoft hat ein System entwickelt, das insbesondere für Flughäfen gedacht ist. Ein Bildschirm reagiert durch Berührung oder Stimme auf die Kundenwünsche. Welches Produkt sucht man? Das System zeigt optisch den Weg auf. Bezahlt wird digital. Mitnehmen kann man seine Produkte sofort oder bei der Rückkehr nach der Reise. Außerdem werden alle wichtigen Flugdaten seines Fluges angezeigt. Ebenso von Microsoft wurde ein intelligenter Kühlschrank entwickelt, der nur per Kunden-App zu öffnen ist. Man entnimmt sein Produkt, während anschließend das Gerät automatisch Inventur macht und dem Kunden sein Produkt im Display anzeigt. Die Summe wird online abgebucht. Es funktioniert ebenso mit Kundenkarten von Arbeitgebern.

Wo kommt ein Lebensmittel eigentlich her? Tierwohl TV klärt auf. Auf Bildschirmen können Kunden im Lebensmittelhandel per Live-Übertragung verfolgen, wie der Landwirt seine Tiere hält.

Das Licht ist ein ganz wichtiger Aspekt der Produktpräsentation. Für alle möglichen Bereiche findet man das richtige Licht mit der passenden Temperatur. Das Zauberwort heiß LED. Es gibt variable Lichtschläuche, sehr flexible Stecksysteme oder sehr raffiniertes, atmosphärisches Licht, teils kombiniert mit speziellen Spiegeln, Wandputzen oder Wandfarben. Selbstverständlich sind alle Lichtsysteme energiearm.

Laufzeit: 16. bis 20. Februar 2020, Messe Düsseldorf

Bericht Teil 2
Bericht Teil 3
Fazit
www.euroshop.de