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      Essen ist die "Grüne Hauptstadt 2017". Dieser Titel wurde der Stadt auch ver-
      liehen, weil bereits Mitte des 19. Jahrhunderts konkrete und bis heute reichende
      Planungen für ein Grünkonzept umgesetzt wurden. Die Ausstellung "Grün in der
      Stadt Essen. Mehr als Parks und Gärten" blickt sehenswert auf mindestens 150
      Jahre grüne Stadtgeschichte zurück. Zu sehen sind über 650 Exponate auf
      1.000 qm in der Halle 5 auf Zollverein.

      Vier Generationen haben das heutige Grün in der Stadt geprägt. Schon früh
      wollte man der Bevölkerung Erholungsflächen bieten. Vorbilder waren fürstliche
      Gärten. Der Norden wurde im 19. Jahrhundert der Industrie geopfert, während im
      Süden ein ökologischer Ausgleich geschaffen wurde. Der heutige Stadtwald ist
      eine künstliche Aufforstung. Der Bau der Villa Hügel mit ihrem 240 ha großen
      Park war ein weiterer Meilenstein. 70% der Bäume wurden aus Gelsenkirchen
      geholt. Rund 70 ha Fläche sind heute davon noch übrig. Einst war die Ruhr der
      größte Verkehrsfluss Deutschlands. Der Bau des Baldeneysees in den 1920er-
      Jahren machte den Essener Süden nicht nur zum Freizeitrevier, sondern auch
      zum Trinkwasserreservoir. Sauberes Trinkwasser war für wachsende Stadt
      Essen eminent wichtig.

      Der Grugapark, mit seinen insgesamt vier Gartenschauen, war einst auch ein
      Tierpark. Er spielt in der Ausstellung eine größere Rolle. Sein Gesicht hat sich
      sehr verändert. 1896 gab es den ersten Schrebergarten im Ruhrgebiet. Auch das
      ist ein wichtiges Thema. Seit den 1960er-Jahren gab es Bestrebungen den
      Norden aufzuwerten. Alleine 6,5 Mrd. Euro werden aktuell für die Renaturierung
      der Emscher eingeplant.

      Die Ausstellung zeigt zwölf historische Kapitel mit einer Planungsachse in der
      Mitte. Der Gartenbaumeister Korte sollte dabei nicht vergessen werden. Er hat
      vor gut hundert Jahren die entscheidenden Planungen auf den Weg gebracht.
      Neben Flamingos, Palmen und Tulpen entdeckt man spannende historische
      Fotos und Postkarten, alte Souvenirs, einen Prellbock aus dem Zollverein-Park,
      eine Bärenskulptur vom Gasthaus auf der Margarethenhöhe, ausgestopfte Tiere
      der Natur, alte Plakate, Segelboote von 1926 oder die Kutsche der Äbtissin. Es
      ist eine Familienausstellung, bei der das Motto "Pay what you want" gilt.

      Datum: 21. Mai bis 27. August 2017

      www.ruhrmuseum.de