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      Die "Essen Motor Show" ist auch 2019 ein Eldorado der Tuning-Szene.
      Mehr als 500 Aussteller zeigen ihre Ideen und Neuigkeiten. Rund 300.000
      Besucher werden erwartet.

      Eine Leistungsschau in Zeiten von Klimakrise und vielen Diskussionen rund
      um den Verbrennungsmotor klingt erst einmal kurios. Ganz so schnell
      verschwinden die bisherigen Autos nun doch nicht von den Straßen. Die
      Tuner können sich noch austoben und werden es auch in den nächsten
      Jahren tun.

      Der Drang, sich über sein Auto zu profilieren, ist ungebremst. Man findet
      neben den sehr beliebten und sehr kreativen Foliendesigns auch sehr kunst-
      volle Lackierungen, die extrem kunstvoll per Airbrush aufgetragen wurden.
      Ein Bugatti ist sogar teilweise vergoldet. Das gute Stück kostet schlappe
      2,8 Mio. Euro. Bei den Felgen ist nahezu fast jede Farbe zu sehen, egal ob
      Pink oder Neongrün. Passende Reifen haben die Hersteller natürlich auch im
      Programm. Ein wenig tiefer darf es auch mal sein. Manche reizen die Boden-
      freiheit ihrer Schätzchen so weit aus, dass das Auto zum reinen Show-Car
      mutiert. Fehlt noch der unüberhörbare Sound per Auspuff und Car-Hifi. Es
      muss wummern. Wenn hier und da mal ein Motor zu Präsentationszwecken
      aufheult, bildet sich gleich eine Traube von Besuchern.

      Häufig muss es groß sein, wenn sich die Mühe macht zu tunen. Gelände-
      wagen, Pickups, teure Limousinen und sportliche Modelle geben den Ton an.
      Große Hersteller wie VW, Mercedes oder Skoda sind auf der Messe vertre-
      ten. Für Themenbereiche gibt es Sonderschauen, wie bei "Power of Motor-
      sport", den "Crazy Car" oder den "Design Cars". Ausgefallene Kreationen,
      selbst schön verbeulte und mit 580 PS ausgestattete Stockcars, findet man
      an jeder Ecke. Ins Auge fällt u. a. ein Mini mit Straßenzulassung, der zu
      einem Horror-Mini innen und außen umgebaut wurde (Halle 4).

      Laute Motoren findet man ebenfalls in Halle 4. Hier dürfen Rennsportbegei-
      sterte Profis ihre PS-Lieblinge mal ordentlich driften lassen. Es riecht nach
      Benzin, Abgasen und Reifenabrieb.

      Wie man Tuning richtig und regelkonform betreibt, das zeigt die Initiative
      "Tune it save". Ein "ABT RS4-R" (530 PS, 280 km/h) wurde gesetzeskon-
      form schick gemacht. Tunern und Auto-Posern soll so gezeigt werden, wo
      die Grenzen sind. Immer wieder ist von Polizeikontrollen bezüglich getunter
      Sportwagen medial die Rede. Ganz glücklich ist man auf der Messe aller-
      dings nicht über die doch teils oberflächliche Pressearbeit der Polizei. In der
      Regel werden die einkassierten Fahrzeuge zeitnah wieder an ihre Besitzer
      zurückgegeben. Ein Auto zu beschlagnahmen ist gar nicht so einfach. Hinzu
      kommt noch, dass die Beamten zwar geschult werden und so wichtige
      Punkte erkennen, jedes verbaute Sonderteil können sie jedoch nicht beur-
      teilen. So wird die Tuning-Szene weiterhin Katz und Maus mit der Polizei
      spielen.

      Klassiker und Oldies sind ebenfalls beliebte Ausstellungsstücke. Spürbar
      wird diese Faszination im Classic & Prestige Salon des Veranstalters
      S.I.H.A. unter dem Dach der "Essen Motor Show". Hier findet man seltene
      und auch recht teure Rennsportmodelle.

      Heimlicher Star der Messe ist übrigens kein Auto, sondern ein gut genährter
      Hund, der seelenruhig das Geschehen aus dem Oldtimer seines Herrchens
      heraus fokussiert und das perfekte Model für alle Kameras und Handys spielt.

      Datum: 30. November bis 8. Dezember 2019

      Teil 2 des Berichts (E-Mobilität)
      www.essen-motorshow.de