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      Es gibt Musik, die live einfach nicht verklingen darf. Die Hits vom Electric
      Light Orchestra (E.L.O.) sind solche Klänge. In der komplett ausverkauften
      Christuskirche Bochum waren sie, präsentiert vom "Electric Light Orchestra
      by Phil Bates", an einem besonderen Ort klasse zu erleben.

      Nachdem das E.L.O. um Jeff Lynne Geschichte war, wurde der Ruf nach
      weiteren Konzerten immer lauter. Man engagierte mit Phil Bates einen guten
      Freund der Band, der als neuer Frontmann mit wechselnden Musikern weiter
      die Hits live spielen sollte. Seit über 25 Jahren ist er quasi im offiziellen
      Auftrag der Originalmusiker weltweit unterwegs. In der Christuskirche mit
      dem 3,5-fachen Hall erwartete ihn eine besondere Raumatmosphäre. Die
      Energie seiner Rock'n'Roll-Klassiker kam so richtig zur Geltung.

      Die Musik von E.L.O. ist wirklich besonders. Jeder kennt einen dieser vielen
      Hits garantiert aus dem Radio. In den 1970er-Jahren knüpfte Jeff Lynne an
      die Klänge der Beatles an und experimentierte mit dem Sound. Rock'n'Roll,
      ein wenig Funky, etwas Psychedelisches dazu und das Ganze sehr tanzbar
      vermengt, so ähnlich könnte man den Sound beschreiben. Die Erfolge in
      den 70er und 80er-Jahren sprechen deutlich für sich. Selbst heute muss man
      nicht über 50 sein, um diese Musik immer noch zu mögen. Sie bewegt die
      Beine von ganz alleine. So stand die sonst sehr auf das Hören von Konzerten
      getrimmte Christuskirche zur Hälfte des Konzerts fast vollständig. In den
      Gängen wurde getanzt und die Akustik transportierte die positive Energie
      dieser Aneinanderreihung von Hits außergewöhnlich.

      Wo soll man nur anfangen? Das Publikum kannte jeden Song, egal ob
      "Telephone line", "Last train to London, "All over the world", "Turn the stone",
      "Evil woman", Mr. Blue sky", "Xanadu", "I'm alive", "Hold on tight",
      "Confusion", "Roll over Beethoven", "Twilight", "Rock'n'Roll is king", "Midnight
      blue", "Livin' things", Shine a little love", Can't get it our of my head" oder zum
      Mitsingen "Don't bring me down". Das eher ruhige "Ticket to the moon" war
      ein besonderer Ohrenschmaus. Die Stimmung kippte zu keinem Zeitpunkt
      down. Man fühlte ich plötzlich wieder jung. Seine alten Knochen spürte man
      nicht mehr.

      Die eingespielte und gut harmonierende Band überzeugte dabei mit guten
      Tönen. Zwei Keyboards, eine hervorragende Violine für die klassischen
      Passagen, ein Bass, ein Schlagzeug und Phil Bates an der E-Gitarre und für
      den Gesang zuständig waren eine gute Mischung. Auch andere Musiker der
      Band durften mal einzelne Songs gesanglich darbieten oder mit einem Solo
      überzeugen. Phil Bates hat gute Leute mit dabei.

      Der Sound stimmte und Jeff Lynne wurde kaum vermisst. Eine musikalisch
      spannende Zeit lebte für zwei Stunden wieder auf. Der liebe Gott tanzte
      eventuell sogar mit, bei all den fröhlichen Menschen in seinem Haus. Wie gut,
      dass diese tollen Songs noch immer live zu hören sind.

      Datum: 29. Dezember 2018

      www.christuskirche-bochum.de