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      Mit einer sehr guten „Johann Strauss-Gala 2017“ wurde in der Stadthalle
      Mülheim das noch frische neue Jahr begrüßt. Das Europäische Festival
      Orchester unter der Leitung von Alexander Steinitz begeisterte die Zuhörer mit
      seinem Wiener Neujahrskonzert.

      Es war eine richtige Premiere für alle. Das Europäische Festival Orchester
      spielte das allererste Mal zusammen vor Publikum auf einer Bühne. Die
      Spitzenmusiker sind dafür qualitativ besonders ausgewählt. Sie spielen sonst in
      deutschen Orchestern oder im benachbarten Ausland. Für bestimmte musika-
      lische Themen, die sie besonders mögen, sind sie gerne für das Europäische
      Festival Orchester aktiv. Alexander Steinitz hatte es an diesem Abend in
      Mülheim wirklich geschafft, das noch frische Orchester so homogen einzu-
      stimmen, dass alle Stücke wunderbar klangen, das Publikum klatschte und
      begeistert mitging. Der gebürtige Salzburger Alexander Steinitz (49) hat schon
      zahlreiche Orchester auf der Welt dirigiert und ist seit 2012 erster Kapellmeister
      und Stellvertreter des Generalmusikdirektors in künstlerischen Fragen am
      Theater Krefeld und Mönchengladbach. Er agierte engagiert und lebendig und
      suchte auch den Kontakt zum Publikum. Immer wieder gab es interessante
      Geschichten rund um die Strauss-Kompositionen von ihm zu hören.

      Garniert wurden die bekannten Strauss-Klänge des aus dem Fernsehen
      beliebten Neujahrskonzerts durch zwei ebenso gute Solisten. Die Sopranistin
      Désirée Brodka ist an Lebensjahren noch relativ jung, aber schon richtig gut.
      Ob gesanglich, tänzerisch oder mimisch, sie brauchte nicht lange, um das
      Publikum vollkommen zu überzeugen. Solo oder um Duett mit dem ebenfalls
      noch jungen Tenor Juraj Hollý, war sie eine positive Überraschung für die
      Zuhörer. Ähnlich verhielt es sich auch bei Juraj Hollý. Mit einer guten Stimme
      ausgestattet war es ein Genuss ihm bei seinen eher ruhigen Gesangspartien
      zuzuhören.

      Bei Strauss und Wien, da denkt man natürlich an „Die Fledermaus“. Teile aus
      dieser Operette waren ein fester Bestandteil des Programms, wie z.B. die
      Ouvertüre, die Arien „Mein Herr Marquis“ und „Spiel ich die Unschuld vom Lande“
      oder das humorvolle „Uhrenduett“. Der Operettenhumor zog sich durch das
      Programm, obwohl es auch dramatisch klingen durfte. Es gab Ausflüge in die
      Strauss-Operetten „Simplicius“, „Wiener Blut“, „Indigo und die vierzig Räuber“
      oder das Gondellied aus „Eine Nacht in Venedig“. Natürlich erklangen der
      „Kaiserwalzer“, „Rosen aus dem Süden“ oder diverse Polkas. Als Zugabe waren
      „An der schönen blauen Donau“ und der „Radetzky-Marsch“ ein absolutes
      Pflichtprogramm.

      Es war ein richtig gutes „Prosit Neujahr“ vom Orchester und ein schwungvoller
      Abend mit lauter sehr gut dargebotenen Hit-Melodien.

      Datum: 6. Januar 2017 (Stadthalle Mülheim)

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