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      Bedruckte Produkte umgeben uns im Alltag an jeder Ecke sehr zahlreich.
      Die Fachmesse „Drupa“ (Druck und Papier) in der Messe Düsseldorf präsentiert
      eine breite Palette an aktueller Drucktechnologie und ihre Anwendungsbeispiele.
      Alles ist möglich, könnte das Motto lauten, so umfassend ist mittlerweile die
      Drucktechnik fortgeschritten.

      Das Verpackungsdesign boomt. Man findet viele tolle Anwendungsbeispiele,
      ganz besonders viele in Halle 17 bei HP. Hier macht die Software mittlerweile
      das Design, nicht mehr der Mensch: Die Zufallsmuster auf Cola-Flaschen
      wurden millionenfach entworfen. Edle Verpackungen, auch gerne mit partieller
      Goldfolie versehen, liegen voll im Trend. Spannend sind die Neonfarben für coole
      T-Shirts oder fälschungssichere Eintrittskarten, zu sehen bei OKI. Große
      Drucker mit über 3 m Breite kennt man schon, aber sie wurden schneller und
      bieten eine bessere Qualität. Generell gilt, dass Digitaldruck den Offsetdruck
      verdrängt. Auch der Foliendruck , eine meist farbige Vielfalt aus Japan und
      China kommt knallig mit metallischen Glitzereffekten daher.

      Die Auswahl der Papiersorten ist riesengroß, ob gestrichen, natürlich oder
      lackiert. Selbst ein 3D-Effekt mit aufgedruckter Linse ist möglich. Im Grunde ist
      alles bedruckbar, auch Polyester-Stoffe, in die die Farbe mit 180°C eingebrannt
      wird. Es gibt bedruckte Schuhe, Jeans, Bälle, Skateboards, Besteck, Becher,
      Möbel und auch Recyclingmaterial, das so richtig pfiffig wirkt. Die Möglichkeiten
      an Drucktechnologie ist fast beliebig groß. Kunstdrucke bedeutender Maler
      wirken mittlerweile nahezu täuschend echt, inklusive einem Pinselstricheffekt.
      Als Trägerstoffe dienen ebenso Kunststoffe oder gehärtete Pappen in Lagen
      geschichtet. Gerne werden auch Wände oder Fußböden in hoher Qualität und
      abriebfest bedruckt. Recyclingpapier muss nicht minderwertig sein.

      Die Weiterverarbeitung kennt ebenfalls kaum Grenzen. Man findet ausgestanzte
      Produkte mittels rotierender Lasertechnik oder mit einem speziellen Messer
      (CNC), alles computergesteuert, egal ob bei hartem Schaumstoff oder auch
      Holz. Die Cutter werden auch immer schneller und präziser. Das alte Schneide-
      brett hat ausgedient. Mikroverkapselung ist ein weiterer interessanter Bereich,
      der häufig schon angewendet wird. Hierzu folgt ein gesonderter Bericht.

      Nicht ganz günstig, aber schon viel weiter entwickelt als bisher, ist der 3-D-
      Druck. Noch ist das Rohmaterial recht kostenintensiv. Die Strukturen und
      Farben werden immer besser. In der Medizin wird der 3-D-Druck in Zukunft eine
      große Rolle spielen. Er könnte auch den Online-Versand optimieren, indem man
      den digitalen Scan seines Körpers als Datei an das Versandhaus mitschickt,
      um die passende Größe zu versenden. Retouren lassen sich so stark redu-
      zieren. Dazu müssten in Malls allerdings teure Scanner aufgestellt werden.

      Die Drupa 2016 präsentiert wirklich nahezu alles, was Stand der Technik ist.
      Die Messe ist für Jedermann offen.

      Laufzeit: 31. Mai bis 10. Juni 2016

      Abschlussbericht
      www.drupa.de