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      Mit der sehr schönen Ausstellung „Otto Dix – Der böse Blick“ präsentiert das
      K20 in Düsseldorf einen bedeutenden Künstler, der zur heutigen Landeshaupt.
      stadt eine besondere Beziehung hat.

      Otto Dix kam im Oktober 1921 mittellos aus Dresden nach Düsseldorf. Hier
      erhoffte er sich wirtschaftlichen Erfolg. Die Stadt war schon damals eine Kunst-
      hochburg mit vielen Galerien. Bei der legendären Johanna Ey logierte er im
      Nebenzimmer und malte sie sogar. Er fand viele Unterstützer in Düsseldorf.
      Auch seine Frau Martha lernte er hier kennen. Sein bis 1925 am Rhein
      geschaffenes Werk umfasst alleine 400 Aquarelle. Er experimentierte mit
      besonderen Farben, Untergründen und einigen verschiedenen Maltechniken.
      Bald galt es als schick, sich von Dix ein Portrait anfertigen zu lassen. Auch Dix
      selbst fertigte einige Selbstbildnisse. Er war ein Bürgerschreck und Dandy, der
      mit seinen Werken aneckte.

      Zu seinen Motiven zählen viele Portraits, aber auch Abbilder einer Gesellschaft
      der 1920er-Jahre, die sehr extrem war. Seine Werke zeigen Unternehmer-
      persönlichkeiten, Freunde, Menschen von der Straße, Matrosen im Bordell,
      Tanzende, naive Dienstmädchen, die Halbwelt, Morde, Gestalten am Rande der
      Gesellschaft, Glanz und Elend der Weimarer Republik oder Erlebnisse als
      Soldat im Ersten Weltkrieg. Letztere sind überwiegend sehr dicht in einem
      gesonderten Ausstellungsbereich gehängt. Gerne spielte Dix mit Klischees,
      die er überspitzt und auch humorvoll darstellte. Wie ein Chronist seiner Zeit
      schlüpfte er als Maler in die verschiedensten Rollen. Dabei ist in seiner Düssel-
      dorfer Zeit der böse Blick der abgebildeten Personen auffällig. Das gilt auch für
      die Selbstportraits von Dix. Zu den Hauptwerken der Ausstellung zählen das ganz
      in Rot gehaltene „Bildnis der Tänzerin Anita Berber“, das Portrait von Heinrich
      George, ein „Bildnis von Bertha Lange“ und das „Bildnis Frau Martha“ mit einem
      auffälligen rotem Hut. Die Spannbreite reicht zeitlich von 1919 bis 1932.

      Rund 230 Werke umfasst die Ausstellung. Aufgeteilt ist die Schau symbolisch
      in Straßen, Kreuzungen und Häuser, für die unterschiedlichen Perioden.
      Angelehnt ist diese Ausstellungsarchitektur an Filme wie „Metropolis“.

      Ein umfangreiches Rahmenprogramm wird angeboten. Im Prestel Verlag ist das
      schöne Begleitbuch zur Ausstellung erschienen.

      Laufzeit: 11. Februar bis 14. Mai 2017

      www.kunstsammlung.de