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      "DIVE", heißt das neue und außergewöhnliche Festival, das in Bochum 2019
      Premiere feiert. Immersive Künste werden sehr spannend im Oval Office des
      Schauspielhausen Bochum, in der Zeche Eins und im Planetarium präsen-
      tiert. Immersiv, das heißt so viel wie ein eintauchen und kennenlernen von
      Welten voller Phantasie.

      Die Stadt Bochum hat sich zum Ziel gesetzt, ihre Leuchttürme für die Öffent-
      lichkeit besser zu vernetzen und zu präsentieren. An drei Kulturorten hat
      man sich ganz besondere Projekte ausgedacht. Alle haben insbesondere mit
      der optischen und akustischen Wahrnehmung zu tun. Die Sinne werden
      dabei richtig gefordert und gereizt. Dabei spielen auch der Tast- und
      Geruchssinn eine Rolle.

      Im Planetarium ist das Gros der Projekte zu erleben. Unter der großen
      Kuppel (20 m Durchmesser) werden verschiedene Themen angesprochen. In
      "Trajectories" werden vom Künstler Chikaschi Miyama per Datenhandschuhe
      unglaubliche Welten live unter die Kuppel gezaubert, sie ähneln einem
      schwarz-weißen Feuerwerk im fernen All. Bei "Lost" von Ulf Langheinrich löst
      sich der Raum gefühlt auf. Die stroboskopischen Lichtblitze erzeugen
      Mischfarben und Farbeindrücke, strengen die Augen allerdings sehr an. Für
      Epileptiker oder Menschen mit Augenleiden ist diese Vorführung allerdings
      definitiv nicht geeignet! Weitere Künstler stellen im Rahmen des Festivals im
      Planetarium ihre Arbeiten vor.

      Die Zeche Eins, eine Außenstelle des Schauspielhauses, ist Schauplatz
      der großartigen und begehbaren Installation "Sensefactory", die bereits in
      München ein großer Erfolg war. Die Macher haben eine architektonisch-
      amorphe Welt aus aufgeblasenen Elementen über zwei Räume geschaffen.
      Das Bauhaus diente als Vorbild. Sensoren erfassen die Besucher und
      reagieren intelligent. Plötzlich blasen sich neue Elemente auf, Durchgänge
      verschließen sich oder Wände fallen in sich zusammen. Man muss sich Zeit
      nehmen und die Eindrücke wirken lassen. Dazu zählen auch ein spannender
      Soundtrack, Lichteffekte und Gerüche einer Geruchskünstlerin, die aus
      6.000 verschiedenen Sorten drei kreiert hat. Je nach Veränderung der Räume
      muss man auch mal Klettern und haptisch erfassen. Für jüngere Besucher-
      Innen sind diese Welten perfekt für Selfies in sozialen Netzwerken. Diese
      Arbeit ist sicher ein Höhepunkt des Festivals.

      Im Oval Office des Schauspielhauses, links neben dem Haupteingang, findet
      man die Arbeit "Waveform X" von Ulf Langheinrich, der als Leitkünstler des
      Festivals eingeladen ist. Wummernde Bässe und eine bespielte Leinwand in
      einem dunklen Raum mit einer Wasserfläche davor lassen mittels einer Art
      3D-Brille Realität und Virtualität verschwimmen.

      Es gibt viel Spannendes zu entdecken. Mit lediglich 15,- Euro ist man dabei.
      Kultur kann so günstig und sehenswert sein.

      Datum: 21. bis 24. November 2019, Bochum

      www.schauspielhausbochum.de