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      Zum Ende des 41. Comedy Arts Festival gastierten Stoppok und Artgenossen
      in Moers. Der sehr gute Auftritt endete mit einen fulminanten Session aller
      Beteiligten.

      Stoppok und Comedy Arts, das klingt auf den ersten Blick etwas kurios.
      Seine Texte haben aber oft einen subtilen Humor. Verschiedenste Gruppen von
      Menschen nimmt er auf die Schippe. In Essen aufgewachsen kennt er auch
      die Region und spielte bereits 1979 bei diesem Festival. Stoppok ist gut
      vernetzt und kennt die Perlen der Szene. Die waren mit auf der Bühne. Einge-
      laden hatte Stoppok Sebastian Krämer, Michael Gaedt, Simon & Jan sowie
      Wildes Holz. Solo oder mit teilweise musikalischer Unterstützung der Gäste
      präsentierte er selbstverständlich auch eigene Songs wie "Willi", "Alles klar",
      "La Kompostella", "Schieberblues", "Learning by burning", "Mein Freund der
      Kühlschrank" oder "Friss den Fisch". Ohne hätten ihn die Fans auch nicht von
      der Bühne gelassen.

      Mit Sebastian Krämer aus Berlin war ein ganz feiner Humorist da. Am Klavier
      begleitete er sich selbst. 100 Schritte können manchmal sehr viel sein, je nach
      dem Ziel. Das Puzzle im Kinderzimmer ist auch für den Papi interessant.
      Warum wollen wir alles immer vorher wissen? Wie wäre es mal mit völlig neuen
      Rezepturen wie Salz im Honigkuchen? Man kann auch selber auf die Schippe
      nehmen. Sein Humor war Extraklasse.

      Michael Gaedt war Jahrzehnte Mitglied der Kult-Crew "Die kleine Tierschau".
      Nun ist er solo unterwegs. Schräg und laut könnte man seinen Humor
      bezeichnen. Als Rampensau präsentierte er so Nummern wie "Sie hatte gestern
      keinen Sex und das seit Jahren". Mit Stoppok sang er "I was made for loving
      you" von KISS. Ein Zuschauer durfte sogar auf seiner Turbanwickelmaschiene
      Platz nehmen.

      Ein weiteres Highlight waren Simon & Jan. Herrlich wie sie ihren melodrama-
      tischen Humor extrem witzig und dabei todernst präsentierten. Einfach mal
      kritisch hinschauen und die Dinge hinterfragen. Brauchen wir tatsächlich das
      Trash-TV von heute oder die Treuepunkte im Supermarkt? Wir werden viel zu
      häufig belogen. Manche Dinge soll man aber einfach mal machen, "Weil ich
      kann". Hervorragend!

      Die letzten Gäste waren Wildes Holz. Mit Kontrabass, Gitarre und Flöte
      verquirlten sie bekannte Songs auf ihre eigene wilde Art. Musikalisch gut
      gemacht war es eine etwas andere Art der Comedy.

      Als großes Finale spielten alle zusammen ein paar Stoppok-Songs. So klang
      Stoppok selten, aber alle hatten Spaß dabei, allen voran das Publikum.
      Stehende Ovationen waren selbstredend. Es war ein sehr unterhaltsamer und
      toller Abend in Moers.

      Datum: 17. September 2017

      www.comedyarts.de