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      Wenn man im Ruhrgebiet an eine besondere Arbeitersiedlung denkt, dann fällt
      einem sofort die Gartenstadt Margarethenhöhe ein. Von dem Stadtplaner und
      Architekten Georg Metzendorf von 1909 bis 1934/38 errichtet, ist sie das
      Musterbeispiel für eine ansehnliche Siedlungsstruktur. Der „Architekturführer
      durch die Gartenstadt Margarethenhöhe“ ist ein schöner Wegweiser durch
      dieses historische Erbe.

      Viele Gäste besuchen jedes Jahr die Margarethenhöhe, um sich ein Bild davon
      zu machen, wie die Arbeiterschaft von Krupp in Essen leben durfte. Margarethe
      Krupp hatte die Siedlung gestiftet. Grü´n sollte sie sein und viel Lebensqualität
      bieten. Georg Metzendorf war damals noch ein junger Architekt, dem dieses
      große Projekt anvertraut wurde. Er entwickelte eine Konzeption, die bis heute
      diese Siedlung als Wohnort begehrt macht. Dieses städtebauliche Experiment
      entspricht einer ganzheitlichen Planung. Über 30 Jahre lang wurde sie hier und
      erweitert. Die Planung zeichnet sich durch Plätze, Orientierungspunkte und ein
      bauliche Geschlossenheit aus. Einige Sonderbauten, wie das Konsumgebäude,
      das Gasthaus zur Margarethenhöhe, das Polizeidienstgebäude oder das kleine
      Atelierhaus fallen optisch auf. Die Wohnungen haben ebenfalls eine interes-
      sante Architektur. Details oder Giebel unterscheiden sie voneinander und ihre
      Grundrisse sind variabel. Spätere Entwicklungsstufen wurden baulich stark
      vereinfacht. Innen war die kombinierte Heizungs- und Kochanlage eine Inno-
      vation, die für Aufsehen sorgte. Neben den Arbeitern fühlten sich auch die
      Künstler hier sehr wohl.

      „Architekturführer durch die Gartenstadt Margarethenhöhe“, Rainer Metzendorf,
      Achim Mikuscheit, Ruhr Museum, Klartext Verlag, 120 Seiten, zahlr. farb. Abb.
      und Pläne, Broschur, ISBN 978-3-8375-1142-0

      Datum: 5. Dezember 2016

      www.klartext-verlag.de