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Buch 'Architekturführer Köln' aus dem Verlag DOM publishers
Köln ist eine lebendige Metropole am Rhein. Der sehr interessante „Architekturführer Köln“ beweist, dass die Stadt auch wirklich sehenswerte Architektur zu bieten hat. Wer glaubt Köln zu kennen, der erfährt hier noch eine ganze Menge mehr.

Selbst Kölner Bürger sind der Meinung, dass ihre Stadt nicht sonderlich schön gestaltet ist, sondern die Kölsche Seele der Menschen den Charme der Stadt prägt. Da ist sicher etwas dran, aber wenn man genau hinsieht, entdeckt man doch Orte mit einem sehenswerten Gestaltungsstil.

Die Römer waren hier nicht die ersten Siedler, aber sie setzten die ersten Duftmarken. Römische Stadtmauerreste findet man z.B. überraschend in der Tiefgarage am Dom. Durch die Zeitspanne bedingt haben sich die römischen Baudenkmäler allerdings eher im Stadtbild weniger konserviert.

Der Zweite Weltkrieg setzte der Stadt entscheidend zu. Nach der großen Zerstörung folgte der manchmal eher unüberlegte Wiederaufbau. Alle Rheinbrücken der Stadt sind natürlich ausführlich in ihrer Entstehung erwähnt. Manchmal bestimmte die vorgegebene Stahlmenge der Bestzungsmacht das Design. Adenauer hatte als Kölner OB ebenfalls geschickt Einfluss auf die Gestaltung der Brücken genommen. Was selbst vielen Besuchern auffällt ist, dass der Hauptbahnhof relativ deplatziert ist, aber der Kaiser wollte es so. Die oft brachiale Betonarchitektur der 1960er Jahre hielt auch in Köln Einzug. Erwähnt sich Verwaltungsbauten wie das Gerling-Hochhaus oder das ehemalige Druckhaus der SPD, dass von den Nazis beschlagnahmt und mit Hakenkreuzen versehen wurde. Als ein markantes Wohnobjekt ist das Colonia-Hochhaus von 1973 zu erwähnen. Neue Siedlungen am Rande der Stadt boten während des Wiederaufbaus jede Menge damals modernen Wohnraum. Eine zeitlose Idee war die Zeltdachkonstruktion am Tanzbrunnen von Frei Otto. Oper und Schauspiel sind ebenso erwähnt wie das Neptunbad, das innen mit Blattgold verziert ist. Das E-Werk wäre beinahe abgerissen worden, während der Musical Dome eigentlich nur ein Provisorium ist. Es gibt viele interessante Beispiele von Architektur mit einer jeweiligen Hintergrundgeschichte.

Nach und nach setzt sich aber neue Architektur sichtbar durch. 2008 wurde ein Masterplan erstellt, um eine punktuelle Aufwertung der Stadt durch neue Architektur zu fördern. Die Kirche Christi Auferstehung hat man sehr kreativ gestaltet. Das Neven DuMont Haus kommt mit viel Glas daher. Rechtsrheinisch findet man das Eis- und Schwimmstadion, das Odysseum oder die Köln Arena mit dem Stadthaus. Das markante Islamisches Kulturzentrum wurde von Paul Böhm entworfen. Die allseits bekannten Kranhäuser am Rheinufer wurden mit Hilfe von Elementen aus dem Brückenbau erstellt.

„Architekturführer Köln“, DOM publishers, 400 Seiten, 650 Abbildungen, 135 x 245 mm, Softcover, ISBN 978-3-86922-454-1

Datum: 3. Februar 2021

dom-publishers.com