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      Jerusalem ist seit langer Zeit ein Krisenherd, der nicht zur Ruhe kommt. Die von
      Israel besetzten Gebiete stehen dabei im krassen Gegensatz zu den Siedlungen
      der Palästinenser. Wolfgang Strassl war mit seiner Kamera dort unterwegs und
      hat die traurige Lage beeindruckend eingefangen. Nachzulesen in den Buch
      „Homeland“.

      Ist ist schon optisch ein Gegensatz. Für die Gegend luxuriös erscheinen die
      Behausungen der illegalen israelischen Siedler, die von Staatswegen dort sehr
      erwünscht sind. Es ist eine karge Gegend und doch scheint ihr Dasein lebens-
      werter zu sein. In Villen leben sie trotzdem nicht, aber die Häuser der unter-
      drückten Palästinenser wirken dagegen ärmlich. Die ganze Gegend ist durch-
      zogen mit meterhohen Mauern, Natodraht oder Zäunen. Die Juden grenzen sich
      von den Nicht-Juden gewaltsam sehr deutlich ab, verdrängen sie und verschan-
      deln dabei die sonst schon nicht so attraktive Gegend noch mehr. Kontrollposten
      bieten die Eingänge durch den eisernen Vorhang. Die Spielplätze der Kinder
      sind manchmal sogar zwischen zwei hohen Zäunen. Auf palästinensischer Seite
      findet man teilweise hohe Leitern an der Mauer, um sie vielleicht doch mal zu
      überwinden. Das Elend wird hier, ohne viele Menschen zu sehen, schon deutlich
      sichtbar. Wohnen möchte man auf beiden Seiten der Mauer nicht wirklich,
      ständig den Nahost-Konflikt so deutlich vor Augen.

      „Homeland“, Wolfgang Strassl, Kerber Verlag, 128 Seiten, 87 farbige Abb.,
      29,7 x 20 cm, Hardcover in Leinen, gebunden mit tiefgeprägtem, aufgezogenem
      Bild auf dem Buchdeckel, Englisch, ISBN 978-3-7356-0252-7

      www.kerberverlag.com

      Datum: 14. November 2016