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      Fred Herzog gehört zu den Fotografen, die eine besondere Achtung genießen.
      Als Autodidakt entwickelte er eine eigene dokumentarische Sprache, Der sehr
      schöne Bildband „Fred Herzog – Modern Color“ zeigt mehr als 230 seiner
      Arbeiten, fast alle in Farbe.

      1930 geboren in Bad Friedrichshall geboren, führten ihn die Kriegswirren nach
      dem Tod seiner Eltern nach Kanada. In Vancouver wurde er sesshaft. Ab 1957
      begann er in Farbe zu fotografieren, mit Kodachrome-Diafilmen. Durch berufliche
      Festanstellungen, u. a. als medizinischer Fotograf, war es ihm möglich, künstle-
      risch frei zu arbeiten. Er entwickelte ein dokumentarisches Interesse mit per-
      sönlicher Handschrift, immer im Selbstauftrag unterwegs und frei bei der Motiv-
      suche. Vancouver ist auf seinen Fotos eine Stadt im ständigen Wandel. Man
      sieht die alte Stadt, die es bis 1970 noch so gab. Fred Herzog reiste aber auch
      ab und an mal durchs Land oder ins Ausland. Fotografen wie Robert Frank und
      Walker Evans habe ihn dabei sehr beeindruckt.

      Man sieht noch die farbige Holzhäuser von Vancouver, Geschäftsfassaden und
      Werbung bei Tag und Nacht. Immer wieder begegnet man Menschen, Alltags-
      menschen, Markthändler oder Zeugen Jehovas. Nicht jedes Foto war groß
      konzipiert, sondern es wurde auch mal zügig aus der Hüfte geschossen. Der
      Blick in Friseurladen, viele alte Straßenkreuzer, diverse Außenansichten von
      Lädenmit Werbetafeln und immer wieder rote Farbtupfer findet man auf seinen
      Fotos.

      Der Bildband wird ergänzt durch interessante Texte von David Campany,
      Hans-Michael Koetzle, Jeff Wall.

      „Fred Herzog – Modern Color“, Hatje Cantz, 320 Seiten, ca. 230 Abb.,
      27 x 27 cm, Deutsch, Englisch, gebunden, ISBN 978-3-7757-4181-1

      www.hatjecantz.de

      Datum: 14. November 2016