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Buch 'Matriarchinnen' aus dem Kerber Verlag
Nicht überall haben Männer gefühlt die Macht in einer Gesellschaft oder einer Familie. Seit Jahrtausenden gibt es gute Beispiele, wie eine von Frauen geführte Gruppe wunderbar funktionieren kann. Die Fotografin Maria Haas hat sie besucht und sehr eindrucksvoll in ihrem Buch „Matriarchinnen“ portraitiert.

Es ist der ewige Geschlechterkampf zwischen Mann und Frau, der schwierig zu beurteilen ist. Frauen als Entscheiderinnen sind in Unternehmen heutzutage eher in der Minderheit. In Asien gibt es jedoch tatsächlich Volksgemeinschaften, in denen die Frauen den Takt angeben. Sie leben in China, Indien und Indonesien und können bis zu mehrere Zehntausende Menschen umfassen. 40.000 sind es bei den Mosuo in Yunnan, in China. Im Einklang mit der Natur bauen sie Lebensmittel selber an, erzeugen Güter. Ein Teil wird verkauft und fließt in den Lebensunterhalt der Familie. Während die älteste Frau die Entscheidungen trifft, erziehen die Männer als Onkel oft die kleinen Kinder, gehen arbeiten oder heiraten in andere Familien ein. Die Frauen arbeiten häufig auf dem Feld. Dabei ist eine matriarchale Familie deutlich gekennzeichnet durch nicht-hierarchische Strukturen. Es wird solidarisch geteilt. Wenn es um das Erbe der Matriachinnen geht, stehen je nach Stamm, die jüngste oder älteste Tochter in der Rangfolge. Gibt es keinen eigenen Nachwuchs, so nimmt man die Tochter der Schwester. An Kindern mangelt es in diesen Volksgemeinschaften am wenigsten. Je nach Volksgruppe, ob in China, Indien oder Indonesien, gibt es zwar kleine Unterschiede, aber die Grundausrichtung ist immer die gleiche.

Maria Haas ließ sich während ihrer Fotoreise einfach treiben, begleitet von einem Ortskundigen, der auch übersetzen konnte. Wo sie spürte, dass man spannende Menschen kennenlernen konnte, blieb sie eine Weile. Sie hatte oft eine gute Nase. Die Menschen, die auf ihren Fotos zu sehen sind, tragen starke Charakterzüge in ihren Gesichtern. Oft sind sie sehr betagt und haben viel erlebt. In den Gesichtern ihrer Erbinnen spürt man bereits die vorgeprägte Verantwortung.

„Matriarchinnen“, Maria Haas, Kerber Verlag, 164 Seiten, 116 farbige und 1 s/w Abbildungen, 23 × 30 cm, Hardcover, ISBN 978-3-7356-0704-1

Datum: 8. März 2021

www.kerberverlag.com