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      Noch vor wenigen Jahrzehnten war Duisburg die „Stadt Montan“. Stahlproduktion
      gibt es zwar heute noch, aber die Kohle ist lange Vergangenheit. Das historisch
      schöne Buch „Duisburger Zechen in historischen Fotografien“ blickt in eine Zeit
      zurück, die man sich heute so gar nicht mehr vorstellen kann.

      Heute gibt es keine einzige Zeche mehr im Stadtgebiet. Am 30. Juni 2008 war
      Ende in Walsum. Die Fördertürme und Zechengebäude sind teils noch erhalten.
      Sie sind heute zu neuen Gewerbegebieten oder Grünanlagen umgenutzt. Das
      von Zechen geprägte Duisburg erkennt man aber kaum wieder. Teilweise wohnte
      man direkt neben dem Bergwerk, Kohlenstaub inklusive. Riesige Maschinen-
      hallen waren stolze Motive auf Postkarten. Man sieht Baumstämme, die im
      Stollen gebraucht wurden. Schächte wurden zusammengelegt und in den
      1930er-Jahren zu Zentralanlagen komprimiert. Durch die Weltkriege gab es
      teilweise Einschnitte in der Produktion, aber ab 1946 war Kohle wieder ein
      gefragter Brennstoff. Auffällig ist die vielfältige Architektur der Fördergerüste und
      der Gebäude. Auch die Menschen unter und über Tage werden nicht vergessen.
      Es war ein hartes Leben, und nicht die gute, alte Zeit, die immer gerne zitiert
      wird.

      Man entdeckt links- und rechtsrheinisch längst vergangene Schachtanlagen wie
      Bergwerke „Deutscher Kaiser“, „Friedrich Thyssen“, „Beekerwerth“, „Westende
      Laar“, „Westende Meiderich“, „Rönsberghof“, „Diergardt“ oder „Mevissen“.

      „Duisburger Zechen in historischen Fotografien“, Zeitzeugenbörse Duisburg e.V.,
      Sutton Verlag, 128 Seiten, ca. 160 Abbildungen, Format 17,0 x 24,0 cm,
      Hardcover, ISBN 978-3-95400-747-9

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      Datum: 6. November 2016