abenteuer-ruhrpott.info
Aktuelles
Freizeit 1
Freizeit 2
Bühnen
Veranstaltungen
Buchtipps
Orte zum Feiern
Kontakt
      Der Cowboy ist ein Mythos, ohne den die Marke Marlboro nicht das wäre, was
      es heute noch ist. Dieter Blum (*1936 in Esslingen) hat sie für ein Probe-
      shooting besucht und dem Mythos auf den zweiten Blick den Spiegel vorge-
      halten. „Cowboys – The first shooting 1992“ entlarvt das wahre Leben der Helden
      der Prärie.

      Es sind zum Teil die typischen Bilder. Der einsame Cowboy reitet als Schatten-
      riss dem Sonnenauf- oder -untergang entgegen. Sie fangen mit dem Lasso wilde
      Pferde ein oder genießen die Weite. Dieses Bild war Anfang der 1990er-Jahre
      nicht mehr zeitgemäß. Man suchte mit Dieter Blum eine andere Bildsprache und
      fand sie auch. Drei Wochen lang reiste man 3.000 Meilen durch Texas. Man
      fand die Cowboys überall. Sie werfen noch immer ihre Lassos und tragen ihre
      Hüte noch immer. Die Zigarette muss auch mal sein. Das Bild wird aber immer
      stärker entromantisiert. Nicht nur die Landschaft hat sich mit ihren Ölbohrungen
      verändert. Der Cowboy ist nicht der scheinbar freie, weiße Mann, der nur in die
      Ferne blickt. Er sitzt an der Bar oder badet gemeinsam mit seinen Kollegen in
      einem großen Holzbottich. Er muss hart arbeiten, Das zeigen die teils ange-
      strengten Gesichter. Sie telefonieren am öffentlichen Fernsprecher, sitzen beim
      Barbier oder im Waschsalon und reiten durch wilde Gewässer oder durch die
      Stadt.

      Cowboy ist ein ganz normaler Beruf unter freiem Himmel, der allerdings die
      Zivilisation als auch die Landschaft beinhaltet. Die unveröffentlichten Bilder
      zeigen den Mythos und die Realität.

      „Cowboys – The first shooting 1992“, Renate Wiehager, Friederike Horstmann,
      Hatje Cantz, 136 Seiten, 94 Abb., 22,20 x 26,50 cm, gebunden, Deutsch,
      Englisch, ISBN 978-3-7757-4166-8

      www.hatjecantz.de

      Datum: 8. Dezember 2016