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      Die Ausstellung "Marcel Broodthaers. Eine Retrospektive" im K21 in Düsseldorf
      zeigt die ganze Komplexität eines belgischen Künstlers, für den künstlerische
      Grenzüberschreitungen wesentlich waren. Sie ist aus dem MoMa in New York
      adaptiert und leicht verändert.

      Marcel Broodthaers (1924 - 1976) war ein einflussreicher Künstler in der zweiten
      Hälfte des 20. Jahrhunderts. Von 1970 bis 1972 lebte er sogar in Düsseldorf, am
      Burgplatz 12. Bildender Künstler wurde erst mit 40 Jahren. Er starb in Köln.
      Strömungen seiner Zeit wurden von ihm ironisch-kritisch zurückgespiegelt. Aus
      dem französich-flämischen Kulturkreis stammend waren Fritten, Muscheln,
      Kohle oder Eier bevorzugte Objekte. Er verzichtete auf künstlerische Handschrift
      und möchte den Surrealismus. Rene Magritte durfte er persönlich kennenlernen.
      Gedankengänge wurden übertragen. Broodthaers arbeitete konzeptionell, war
      aber kein Konzeptkünstler. Die Literatur des 17. und 19. Jahrhunderts waren für
      ihn wichtige Einflüsse. Er liebte Malerei des 19. Jahrhunderts. Was definiert ein
      Kunstwerk? Was der Künstler definiert, so seine Antwort. Gefundene oder
      eigene Dinge versetzte er in andere Zeiten. Palmen auf Piazza dienen dabei als
      Entree der Ausstellung und werden unten als Thema fortgeführt. Obwohl er
      museumskritisch war, leitete er zwölf Jahre lang ein eigenes Museum, ein
      neues ABC der Kunst. Experimentelle Filme wirken wie Gedichte oder Essays.

      In der architektonisch spannenden Ausstellung kann man sich Marcel
      Broodthaers selbst erarbeiten und neu entdecken. Es gibt ein Begleitheft für den
      Ausstellungsbesuch und einen sehr umgangreichen Katalog im Shop.

      Laufzeit: 4. März bis 11. Juni 2017

      www.kunstsammlung.de