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      Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum geht mit der Zeit. Nach vielen Jahr-
      zehnten ist nun die Umgestaltung der neuen Dauerausstellung zum Teil abge-
      schlossen. Die Rundgänge 1 und 2 im Nordflügel sind eröffnet. Die Umbau-
      kosten von 17 Mio. Euro wurden durch einen Zuschuss von 15 Mio. Euro
      durch die RAG-Stiftung ermöglicht.

      Zu sehen sind auf den bisherigen rund 4.000 qm 1750 Objekte. Im Rund-
      gang 1 wird die Geschichte des deutschen Steinkohlebergbaus dargestellt.
      Rundgang 2 thematisiert epochen- und spartenübergreifend die Zusammen-
      hänge zwischen Mensch und Bergbau weltweit. Nun sind alle Informationen
      auch zweisprachig. Dabei hat man die Zahl der Objekte auf 30 bis 40% der
      vorherigen Dauerausstellung reduziert. Weniger ist mehr. Alles ist kompri-
      mierter und Geschichten zu einzelnen Objekten vertiefen die Inhalte. Optisch
      ist eine architektonische Moderne eingezogen, schön aufgelockert und
      thematisch separiert. Jeder Rundgang bekommt seine eigene Farbe, zur
      besseren Orientierung. Obendrein wurde die Vermittlung für die kleinen Gäste
      optimiert. Eine Kinderspur durchzieht die Rundgänge.

      Was gibt es zu sehen? Ein 7,2 Tonnen schwerer Kohleblock begrüßt die
      Besucher am Eingang. Nicht nur seine Präparation war aufwändig. In Rund-
      gang 1 empfängt einen ein 2,80 m hoher Stumpf eines Schuppenbaums,
      der 306 Mio. Jahre alt ist. Er wurde mit viel Mühe restauriert. Sehr gelungen
      ist auch der quasi Spiegelsaal mit einer Tauchpumpe, die so vielfach unter
      der Erde das Absaufen des Ruhrgebiets verhindert. Auf dem Weg in den
      Keller kommt man über typische Elemente aus einer Kaue zu größerem
      Gerät, alle schön sauber und von Kohlestaub befreit.

      Der Rundgang 2 präsentiert viele Rohstoffe, die früher und heute von Bedeu-
      tung waren und sind. Kupfer, Kohle und Salz treffen auf Erdöl und seltene
      Erden. Es wird im Meer nach Rohstoffen gesucht und auch im All. Die
      Probleme, wie brennende Kohlevorkommen unter der Erde, spielen ebenfalls
      eine Rolle wie Unglücke in den Stollen und Sicherheitsvorkehrungen. Archäo-
      logische Funde und historisches Bergmannswerkzeug verdeutlichen die
      lange Geschichte des Bergbaus weltweit. Am Ende landet man in einem
      Forum, wo man mittels eines digitalen Spiels die Rohstoffe für ein Handy
      gewinnen muss, um es selbst zu bauen.

      Schon für die ersten beiden neuen Rundgänge sollte man sich viel Zeit
      nehmen, so umfangreich sind die Exponate. Zusätzlich lassen sich das
      Besucherbergwerk, der schwarz "Diamant" mit seinen Sonderausstellungen
      und das Fördergerüst besichtigen. Da die Bauarbeiten im Südflügel noch bis
      Sommer 2019 andauern, sind die beiden Rundgänge zunächst nur an
      Wochenenden und an Feiertagen im Rahmen von Führungen zu besichtigen.
      Ab Sommer soll das gesamte Haus wieder uneingeschränkt zu erleben sein.

      Laufzeit: 30. Januar 2019

      www.bergbaumuseum.de