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      In der mit 800 Fans ausverkauften Zeche Bochum feierte die deutsche Hard-
      rockband Axxis ihr 30jähriges Bühnenjubiläum. Mit dabei waren auch einige
      frühere Wegefährten und jede Menge Dezibel. Dreieinhalb Stunden, inkl.
      einer kurzen Pause, ließen sie die Gitarren heulen. Sie können es noch
      immer, ohne dabei die sympathische Bodenhaftung zu verlieren. Es war eine
      klasse Geburtstagsparty mit toller Atmosphäre.

      Vor 30 Jahren fing das Abenteuer an. "Kingdom Of The Night" hieß ihr erstes
      Album, welches sehr erfolgreich war. Die Band aus Lünen ließ weitere 15
      Studioalben folgen. Große Festivals, wie z.B. Wacken, haben sie gespielt.
      Sie widmeten sich teilweise dem Powermetal oder coverten auch mal Pop-
      Klassiker auf ihre Art. Selbst an eine Rock-Oper wagten sie sich heran. Sie
      spielten in den USA und Japan. Ihrem melodischen Hardrock blieben sie
      aber immer irgendwie treu und überstanden so drei Jahrzehnte im Haifisch-
      becken der Musikindustrie. Demnächst geht es in Fort Lauderdale (USA) auf
      eine Metal-Kreuzfahrt, ein gut bezahlter Urlaub mit einem Konzert. Von der
      Urbesetzung ist allerdings nur noch Sänger Bernhard Weiß dabei. Aktuell
      spielen sie mit Matthias Degener (Gitarre), Rob Schomaker (Bass), Harry
      Oellers (Keyboard) und Dirk Brand (Drums). Das wirkt alles sehr harmonisch
      und kraftvoll.

      Laut wurde es. Songs wie "Love is like an ocean", "Face to face", "Kings
      made of steel", "Ships are sailing", "Monster hero", "Blood angel", "Little
      princess" oder "Little look back" standen auf der Setlist. Sie hatten Gäste
      mit an Bord, die die Band temporär begleitet haben, als Produzent, Gitarrist
      oder Bassist. Es gab ein Wiedersehen mit Dennis Ward, Fabian Dammers,
      Manni Schmidt oder Schmier. Jackie und Irina sangen Background. Die
      Bühnenpräsenz ist auch nach 30 Jahren noch gewaltig. Dabei ist das
      Publikum ein wichtiger Bestandteil der sehr familiären Atmosphäre. Jana,
      12 Jahre jung und aus Dortmund, durfte echte Bühnenluft schnuppern und
      lernte dabei sehr schnell, wie man Stimmung macht und wie man sich richtig
      in Pose schmeißt. Bei Axxis sind es Kinder, die auf die Bühne dürfen, weil
      sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht besoffen sind.

      Dabei haben ihre Songs auch durchaus Tiefgang. "21 crosses" ist den 21
      Opfern der Loveparade in Duisburg gewidmet, die von den charakterlosen
      Verantwortlichen der Stadt Duisburg und des Veranstalters in den Tod
      getrieben wurden. Alle Opfer wurden namentlich in einem Hintergrundvideo
      erwähnt. Das stimmte nachdenklich.

      Das Finale hämmerte noch einmal richtig. "Fire and ice", "Living in a world"
      und "Kingdom of the night" gab es nacheinander, Hits, die ihre Karriere
      1989 in Fahrt brachten. Mit einem "Auf die nächsten 30 Jahre" verabschie-
      deten sich Bernhard Weiß und die Band sich von der Bühne. Es fühlte sich
      wie ein großes Familienfest an. Der Fanclub schenkte den sympathischen
      Jungs zum 30. Geburtstag übrigens eine Patenschaft für einen Axishirsch,
      den sie in Hodenhagen besuchen können.

      Datum: 29. Dezember 2019

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