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neue 'Asienwelt' im Tierpark Bochum
Die neuen "Asienwelten" im Tierpark + Fossilium Bochum sind eröffnet. Mit etwas zeitlicher Verzögerung konnte man nun das neue Zuhause interessanter Tierarten unter Teilnahme von Oberbürgermeister Thomas Eiskirch der Öffentlichkeit präsentieren.

Insgesamt neun sehr unterschiedliche Tierarten aus Südsostasien können die Besucher auf 800 qm Fläche bewundern. Die Grundplanung der Anlage stammt tatsächlich von den Mitarbeitern, die die Anforderungen an die Haltung der Tiere genau einschätzen können. Das Bochumer Architekturbüro "Kemper - Steiner & Partner" zeichnete insgesamt für die Realisierung verantwortlich. Hier fließen die Erfahrungen aus dem tierpflegerischen Alltag ein. Es gibt Außen- und Innenbereiche, je nach Tierart.

Echte Hingucker sind die quirligen Asiatischen Zwergotter. Sie haben auch das größte Gehege, innen und außen. Die drei sind Geschwister, noch recht jung und kommen aus Italien nach Bochum. Anfangs waren sie etwas moppelig. Die Umgewöhnung von sehr fetthaltigem Seefisch auf Obst, heimische Süßwasserfische und Krebse ist ganz gut gelungen. Sie haben bereits abgenommen.

Die beiden Binturongs "Mogli" und Tikka" zählen zu den Schleichkatzen und werden bis zu 15 kg schwer. Sie sind nachtaktiv, leben gerne auf Bäumen, werden bis zu 27 Jahre alt und haben ebenfalls ein zusätzliches Außengehege.

Draußen zu erleben ist das Indische Weißschwanz-Stachelschwein. Auch sie sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sie sind monogam und bleiben einem Partner ein Leben lang treu.

Der Große Beo ist bekannt für seine Lautstärke, was man auch in Bochum bestätigen kann. Die tagaktiven Vögel werden bis zu 20 Jahre alt. Eine weitere Vogelart ist die Straußwachtel. Die Kragentauben sind noch nicht eingetroffen.

Eine große Besonderheit ist der abgedunkelte Raum der nachtaktiven Bewohner, alle nicht schwerer als 500 g. Da wäre der Eigentliche Langohrigel, der als Einzelgänger bis zu drei Monate Winterruhe macht. Sie können zehn Wochen ohne Nahrung auskommen und sind bei Gefahr richtig schnell. Ihre großen Ohren ermöglichen einen ausgezeichneten Hörsinn. Die Sugar Glider sind Beuteltiere, die mit Hilfe ihrer behaarten Flugmembran Weiten von bis zu 60 m von Baum zu Baum überwinden können. Der Graue Schlanklori stammt aus Indien und Sri Lanka und ist gefährdet. Langsame, bedächtige Bewegungen schützen sie vor Feinden und helfen ihnen selbst Beute zu machen. Ihre großen Augen lassen sie nachts sehr gut sehen.

Die 1,1 Mio. Euro Baukosten trägt man aus Eigenmitteln, zuzüglich einer 500.000,- Euro Spende der Sparkasse Bochum. 2020 wird für den Tierpark, wie für fast alle, allerdings ein schwieriges Jahr. Die Rekordbesucherzahlen von zuletzt über 300.000 Gästen kann man wegen der langen Schließung durch Corona nicht halten. Aktuell können auch nur 850 Besucher gleichzeitig in den Tierpark. Die Hygienevorschriften werden genau beachtet. Darunter leiden momentan die zoopädagogischen Angebote sehr, die sonst sehr wichtig sind.

Datum: 31. August 2020

www.tierpark-bochum.de