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      Mit dem Stück "Einige Nachrichten an das All" von Wolfram Lotz geht das
      Theater Oberhausen neue Wege. Regisseurin Franziska Henschel hat dabei
      das klassische Theater aufgebrochen und zu etwas Neuem zusammenge-
      setzt.

      Die Bühne ziert ein großer Trichter, der wie ein Sprachrohr erscheint. Darin
      und rundherum agieren die SchauspielerInnen Ana Berkenhoff, Debo Kötting,
      Dominik Mahnig, Anna Polke und Mervan Ürkmez. Schon zu Beginn wird
      gesagt, dass den Besucher ein Stück ohne Handlung erwartet. Zwischen-
      durch werden 64 Fußnoten in einer nicht vorgegebenen Reihenfolge beliebig
      zitiert. Es gibt Puppen, die diverse Charaktere oder Personen der Zeitge-
      schichte darstellen sollen. Man arbeitet mit Projektionen und bewegt sich
      zum Ende des Stücks auch mal ins Publikum.

      Worum geht es eigentlich inhaltlich? Schon das Booklet klingt extrem
      philosophisch und in keinster Weise verständlich. Das Stück selbst sorgt
      anschließend auch nicht für die erwartete Aufklärung. Diverse vorgetragene
      Fußnoten, die auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben und
      dabei wie eine wahrlose Aneinanderreihung wirken, sorgen noch mehr für
      Verwirrung. In gewisser Weise geht es um Texte ohne einen ersichtlichen
      Zusammenhang. Weder der Inhalt, noch das Konzept der Regie werden klar
      und ersichtlich transportiert.

      Datum: 18. Dezember 2019

      www.theater-oberhausen.de