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      Mit einem sehr gut organisierten und schönen Theaterfest präsentierte das Aalto
      Theater das Haus und seine Spielzeit 2016/2017. Vornehmlich auf der Haupt-
      bühne gab es viel zu erleben.

      Das wunderschöne Aalto Theater war dieses mal nicht im Rahmen eins Tags
      der offenen Tür zu besichtigen, obwohl es auch Architekturführungen oder
      Veranstaltungen auf der Probebühne gab. So konnte man z.B. einer Probe für
      „Norma“ beiwohnen oder mit dem Philharmonischen Chor singen. Es gab
      Kindertheater, Musik im Foyer oder Führungen durch die Schreinerei oder
      Schneiderei. Für alle Generationen war etwas dabei.

      Vieles spielte sich aber im großen Saal ab. Zunächst wurde die Spielzeit mit
      den Essener Philharmonikern vorgestellt. Fräulein Vorlaut und Miss Better-
      knower und zwei Dramaturgen des Hausen moderierten die Show. Als
      Premieren stehen „Norma“, „Lohengrin“, „Rigoletto“, „Le Prophète“ und
      „La Clemenza di Titio“ auf dem dem Programm. Man bekam erste Hörproben.
      Dabei wurden auch die fünf neuen Sängerinnen und Sänger der Spielzeit vorge-
      stellt. Erstmals vor dem Essener Publikum hörte man bereits, was in ihnen
      steckt. Als Wiederaufnahme sind z.B. „Die Liebe zu den drei Orangen“,
      „Carmen“ oder „Il Barbiere di Siviglia“ dabei. Das klang schon ziemlich gut und
      machte Lust auf mehr.

      Bei den anschließenden Ausschnitten zum Ballett „Romeo und Julia“ war
      wirklich kein Sitzplatz mehr zu bekommen. Nicht ohne Grund, denn was die
      Besucher bei dieser Wiederaufnahme erwartet, ist eine tolle Aufführung.
      „Archipel“, was sehr sehenswert ist, wird wieder zu sehen sein. Als Premieren
      stehen „Don Quichotte“ und „3 by Ekman“ auf dem Plan.

      Spannend war natürlich der ausgiebige Besuch für alle auf der Bühne. Wann darf
      man schon mal die Aalto-Bühne so ausführlich erkunden und sich fühlen wie ein
      Sänger. Die Bühne misst mit den beiden Seitenbühnen stolze 1720 qm. Der
      Schnürboden ist bis zu 22,2 m hoch und die drei Doppelstockpodien lassen sich
      maximal 4,7 m hoch fahren. Es gibt Hinterbühnen- und Seitenbühnenwagen, um
      flexibel zu arbeiten. Die Drehbühne umfasst 14 m Durchmesser. Man konnte
      einem Theatermaler über die Schulter blicken, ein dreijähriger Ausbildungsberuf.
      Gerhard Richter war in jungen Jahren auch mal Theatermaler. Ein Bühnenlift
      ließ einen auf der Bühne herunterfahren und wieder auftauchen. Diverse Requi-
      siten waren aus der Nähe zu betrachten. Sogar die riesige Geschenkkiste aus
      „Il Barbiere di Siviglia“ war über die Innentreppe zu besteigen. Die Oper ist keine
      Zauberei, nur eine schöne Illusion.

      Abends gab es zum Abschluss im großen Saal die Technikshow mit Sängern
      des Ensembles. Ob Licht, die Bühnenelemente, Dinge die von oben herabfallen
      oder natürlich Feuerwerk, alles wurde in Bewegung gesetzt oder gezeigt. Dazu
      präsentierten schöne Stimmen des Hauses wunderbar bekannte oder weniger
      bekannte Songs. Das Aalto Theater scheint bestens auf die Spielzeit vorbereitet
      zu sein.

      Datum: 11. September 2016

      www.aalto-musiktheater.de