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      Was heute in den Kellern der alten Lindenbrauerei in Unna zu sehn ist, das
      hätten sich die ehemaligen Bierbrauer bestimmt nicht träumen lassen. Hier
      befindet sich seit 2001 das weltweit erste und einzige Museum, das sich aus-
      schließlich der Lichtkunst widmet. Oben ragt ein 52 m hoher Schornstein in den
      Himmel und unter der Erde befindet sich eine Ausstellungsfläche von insgesamt
      2.400 Quadratmetern.

      Das Labyrinth aus Gär-, Kühl- und Lagerräumen ist ein Gang durch elf versch-
      iedene Räume, alle gestaltet von international bedeutenden Lichtkünstlern, die
      im Rahmen einer Führung zu erleben sind. So lässt Keith Sonnier im "Tunnel of
      tears" rote und blaue Tränen aus von Hand geblasenem Murano-Glas regnen.
      Das Argonlicht sorgt für eine ganz spezielle Farbwahrnehmung. Einen beson-
      deren Effekt bewirkt auch Christina Kubisch. Sie verwendet für ihre Arbeit
      "Schlohweiß und Rabenschwarz" Schwarzlicht. Die in den Gärbecken instal-
      lierten Lautsprecher erzeugen dabei ein ganz besonderes Klangerlebnis. Eben-
      falls mit den Ohren und Augen wahrnehmbar ist Rebecca Horns Installation
      "Lotusschatten 2006". Sie arbeitet mit rotierenden Spiegeln, auf die Licht fällt
      und akustisch mit Tönen, die Walgesängen ähneln. Olafur Eliassons Werk
      besticht durch zwei flankierende Wasserfälle und Stroboskoplicht. 1.800
      Wasserdüsen sind im "Reflektierenden Korridor" installiert. Etwas gruselig wird
      es dann bei der Installation von Christian Boltanski. In einem Schattenspiel
      bewegt sich alles um Leben, Tod und Erinnerung. Die neuste Errungenschaft
      ist James Turrells "Third Breath", eine Camera Obscura mit einem spannenden
      Skyspace, der bei Sonnenuntergang farblich die Sinne anspricht. Je länger man
      durch das Loch in den Himmel schaut, desto näher erscheint er einem. Hier
      wird regelmäßig auch ein gesonderter Einlass angeboten.

      Für Tagungen, Workshops oder sonstige Veranstaltungen steht ein ehemaliger
      Gärkeller mit alten Säulen zur Verfügung. Er kann durch die verschiedenen
      Lichtstimmungen von Johannes Dinnebier entsprechend illuminiert werden.

      Das Lichtkunstzentrum Unna ist ein wirklich einzigartiges Museum an einem
      sehr ungewöhnlichen Ort, welches Kunstfreunde ganz besonders intensiv
      anspricht. Es ist auch eine Station der Route der Industriekultur im Ruhrgebiet.

      www.lichtkunst-unna.de