abenteuer-ruhrpott.info
Aktuelles
Freizeit 1
Freizeit 2
Bühnen
Veranstaltungen
Buchtipps
Orte zum Feiern
Kontakt
      Radfahren wird im Ruhgebiet immer beliebter. Gäste und Einheimische erkun-
      den die Gegend auf zwei Rädern. Eine ganz besondere Strecke ist seit 2006
      der RuhrtalRadweg, 230 km von Winterberg bis zur Ruhrmündung in den Rhein
      bei Duisburg. Hier, an der Ruhrorange, endet er offiziell. Vorbei geht es an
      Hochöfen, alten Burgen, Stausseen, schönen Altstädten und durch landschaft-
      lich schöne Flusslandschaften. Ein Drittel der Strecke führt direkt an der Ruhr
      entlang. Ausweichrouten bei Hochwasser sind vorhanden.

      Im Jahr 2012 zählte man 1,1 Mio. Tagesbesucher und 50.000 Mehrtagesradler
      mit im Schnitt je drei Übernachtungen. Vier Tage benötigt man schon, um von
      Winterberg (678 m hoch) nach Duisburg (13 m hoch) sozusagen bergab zu
      radeln. Seit 2010 finanziert sich der RuhrtalRadweg alleine ohne finanzielle
      Hilfen vom Land. Die Ruhr Tourismus GmbH hat dafür mit 23 Ruhrstädten und
      anliegenden Gemeinden Kooperationen vereinbart, die gerne eingegangen
      werden. Radtourismus ist ein wichtiger Aspekt der Wirtschaftsförderung. Zahl-
      reiche Hotels und Gaststätten, insgesamt 180 Partner, profitieren von den
      finanziell meist eher wohlhabenden Radlern mit einem Altersschnitt von knapp
      48 Jahren. Viele von den Betrieben haben bereits das Bed-and-Bike-Sigel als
      fahrradfreundliches Haus erhalten. Kleinere Reparaturen und Unterstellmög-
      lichkeiten sind kein Problem. Für abwechslungsreiche Touren mit einem
      angenehmen Standard ist also gesorgt.

      Zur guten Orientierung gibt es an jeder Gabelung eine einheitliche Beschilde-
      rung. Bei Witten müssen die Radler eine Fähre über die Ruhr nehmen. Öfters
      wechselt der RuhrtalRadweg die Ufer der Ruhr. Unterwegs sind auch immer
      wieder Hinweise zu den jeweiligen touristischen Abstechern zu finden, um die
      einzelnen Städte und ihre Attraktionen mal näher kennen zu lernen. Auch an
      der Sicherheit, der Anbindung an den ÖPNV, der touristischen Infrastruktur und
      der Rolloberfläche wurde zuletzt immer weiter optimiert. Asphalt sollte es schon
      sein, damit der ADFC den RuhrtalRadweg 2012 wieder bis 2015 mit vier Sternen
      zertifiziert hat. Der fünfte Stern scheitert lediglich an den Waldwegen auf den
      ersten 20 km von der Quelle weg, was sich nicht ändern lässt. Die Verbind-
      ungen zu benachbarten Fernradwegen im nördlichen Ruhrgebiet, im Sauerland
      und im Bergischen Land bestehen bereits teilweise.

      Wunderschöne Orte zum Rasten gibt es z.B. am Kemnader See, rund um den
      Baldeneysee, in Hattingen, im Essener Süden, in Mülheim oder an der
      Rheinorange in Duisburg. Überall gibt es Infotafeln mit den wichtigsten Infor-
      mationen, Karten und Infotelefonnummern zum jeweiligen Standort. Zusätzlich
      sind ein Reiseführer aus dem Bruckmann-Verlag und eine Radwanderkarte im
      Handel erhältlich, mit denen man die Radtour vorbereiten und unterwegs mit
      Programmpunkten am Wegesrand auflockern kann.

      2013 und 2014 sollen weitere Verbesserungen vorgenommen werden, u. a. die
      letzten Kilometer in Duisburg, die nicht klar ausgebaut und gekennzeichnet
      sind. Auch sollen noch mehr Partner hinzu kommen.

      www.ruhrtalradweg.de