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      Die Situation Kunst in Bochum-Weitmar ist Kunstinteressierten sicher ein
      Begriff. Nun, zum 50. Geburtstag der Ruhr-Universität Bochum, konnte die der
      Uni zugehörige Außenstelle Ende 2015 ihr neues "Museum unter Tage" (MuT)
      eröffnen. Es dient den Studierenden als Ort der Lehre und normalen Besuchern
      als Kunstmuseum.

      Man sieht es kaum, denn es ragen nur zwei kleine Gebäude aus dem Boden,
      mit Eifller Basalt verkleidet. Der Rest der 1.500 qm Museumsfläche ist Natur
      schonend sieben Meter unter der Erde. Oben zeichnet die Granulatfläche
      ungefähr die Ausmaße des Museums ab. Über ein lichtes Treppehaus gelangt
      man in die Tiefe. Dort sind rund zwei Drittel für die Dauerausstellung und ein
      Drittel für Sonderausstellungen vorgesehen. Bei 5,50 m Raumhöhe und versetzt
      abgeteilten Räumen sind verschiedene Themenschwerpunkte möglich.

      Die Kosten des Neubaus betrugen rund 7,7 Mio. EUR, inklusive Innenausbau.
      Eine dicke Betonwanne mit speziellen Elementen schützt das Museum vor
      Feuchte. Beheizt wird der Bau durch Erdwärme aus 130 m Tiefe. Die Ausstel-
      lungsräume wurden schlicht und betont ruhig gehalten. Die Konzeption stammt
      von Dr. Herbert Pfeiffer, realisiert durch Vervoort & Schindler Architekten aus
      Bochum. Insgesamt atmet der Bau unheimlich viel Ruhe. Das neue Außen-
      gelände des MuT wurde von Erich Reusch gestaltet. Auch im übrigen Park findet
      man diverse Kunstwerke.

      Zu sehen ist eine sehr schöne Dauerausstellung zum Thema "Weitsichten.
      Landschaft in der Kunst seit dem 15. Jahrhundert". Sehr umfangreich, mit ins-
      gesamt 270 Werken, bis hin zur zeitgenössischen Kunst, ist eine große Breite
      zu erleben. Dabei stehen die alten Meister am Anfang. Ihre Wiege liegt in der
      chinesischen Landschafsmalerei. Weiter geht es über die gemalte Idylle,
      Umbrüche, Krieg und Zerstörung, die Winterkälte im Bild bis hin zu Stille und
      Einsamkeit. Zum Ende hin wird es immer moderner und abstrakter. Auch tolle
      Fotos sind zu bewundern. Man sieht in kleinen, abgeteilten Räumen Videopro-
      jektionen oder sogar Lichtkunst.

      Gezeigt werden so wunderbare Künstler wie Paul Cézanne, Gustav Courbet,
      Paul Klee, Lovis Corinth, Anja Niedringhaus, Arnulf Rainer, Roy Lichtenstein,
      Francois Morellet, Pablo Picasso, Rudolf Holtappel oder Walker Evans.

      www.situation-kunst.de