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      Am Rande des Ruhrgebietes, liegt eine der ältesten erhaltenen Fabrikanlagen
      in Deutschland: die Baumwollspinnerei Cromford in Ratingen. Die frühindustrielle
      Anlage aus dem 18.Jh. ist fast vollständig erhalten. Das fünfstöckige Fabrik-
      gebäude, die "Hohe Fabrik" und das dazugehörige Herrenhaus Cromford, die
      ehemalige Unternehmervilla, liegen in idyllischer Umgebung unweit eines alten
      englischen Landschaftsparks. Ein lohnendes Ausflugsziel.

      Das LVR-Industriemuseum Ratingen zeigt in beiden, restaurierten Gebäuden
      eine anschaulich präsentierte Dauerausstellung zur spannenden Geschichte der
      Fabrik. In 1783/84 gelang es dem Wuppertaler Kaufmann Johann Gottfried
      Brügelmann, sich wahrscheinlich durch Industriespionage, das "Konw-How" für
      die aus Cromford (England) stammende "Water Frame", die erste vollmecha-
      nisch arbeitende Spinnmaschine, zu verschaffen. Er baute sie in Ratingen nach
      und nannte die Textilfabrik Cromford. Die Fabrik ist die erste mechanische
      Baumwollspinnerei auf dem europäischen Kontinent.

      In der "Hohen Fabrik" sind original getreu nachgebaute, von einem großen
      Wasserrad angetriebene Spinnmaschinen zu bestaunen. Im Schaubetrieb kann
      die Herstellung von Baumwollgarn wie vor 200 Jahren vom Rohstoff bis zum
      fertigen Garn in allen Verarbeitungsschritten nachvollzogen werden. Auch fein-
      ste Baumwollstoffe werden gezeigt. Das Museum beherbergt zudem eine ein
      drucksvolle Sammlung von Kleidern aus Baumwolle und luxuriösen Accessoires.
      Aber auch vom harten Leben der Arbeiter/innen und von Kinderarbeit wird
      berichtet, auch von ersten Kinderschutzgesetzen und der Fabrikschule. Das
      spätbarocke Herrenhaus Cromford ist das ehemalige Wohnhaus und Schaltzen-
      trale der Unternehmerdynastie. In 14 Räumen mit mehr als 320 qm und über
      250 Exponaten wird die Geschichte der ersten vier Unternehmergenerationen
      von 1782 bis 1848 wieder lebendig. In Salons und Kabinetten kommt Geschäft-
      liches wie Privates zu Tage. Der Gartensaal beeindruckt mit großen Spiegeln
      und mit Landschaftsmalereien.

      Neben der Dauerausstellung finden in den beiden oberen Etagen der "Hohen
      Fabrik" auch Wechselausstellungen statt. Das Haus bietet ein museumspäda-
      gogisches Programm, Führungen und ein umfangreiches Rahmenprogramm.
      Das Museum bietet den Rahmen für Feste und Veranstaltungen. Im Gartensaal
      darf sogar standesamtlich geheiratet werden.

      www.industriemuseum.lvr.de

      Weitere Infos und Fotos zum Thema:
      Infos und Fotos zur aktuellen Ausstellung "Glanz und Grauen"