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      Die Produktion bei Zink Altenberg in Oberhausen wurde 1981eingestellt. 1984
      übernahm das LVR-Industriemuseum die Hauptgebäude der Fabrik. Nach
      Beseitigung aller Umweltlasten konnte 1997 das Museum eröffnet werden. Die
      Vergangenheit und Entwicklung der Eisen- und Stahlindustrie an Rhein und
      Ruhr wird hier sehr anschaulich vermittelt.

      Die Dauerausstellung "Schwerindustrie" befindet sich in der Walzhalle der ehe-
      maligen Zinkfabrik. Altenberg. Im Eingangsbereich stehen Überreste der alten
      Fabrik: ein Schmelzofen, ein Gießkarussell und ein Walzgerüst. Auch zahlrei-
      che Produkte aus Zink sind zu sehen. Objektinszenierungen, historische Film-
      dokumente, Multimedia- und Mitmachstationen begleiten den Rundgang. Leben-
      dig wird von der Entstehung der Eisen- und Schwerindustrie im Ruhrgebiet
      erzählt, den Vorkommen von Erz und Kohle, von risikofreudigen Unternehmern
      und von Tüftlern und Erfindern. Fabrikmodelle, zahllose Räder, Schienen,
      Ketten, imposante Dampfmaschinen, ein fast zehn Meter hoher Dampfhammer,
      eine Dampflokomotive aus dem Jahr 1942 und viele andere Produkte der Eisen-
      und Stahlindustrie sind zu bestaunen.

      In der Eisen- und Stahlindustrie gab es eine Vielzahl unterschiedlicher Berufe.
      Drei Bereiche werden vorgestellt: die Gießerei, die mechanische Werkstatt und
      die Schmiede. Gefahren lauerten an jedem Arbeitsplatz. Gussputzer konnten
      durch umher fliegende Metallsplitter ihr Augenlicht verlieren, das ausgestellte
      Glasauge zeugt davon. Der riesige Dampfhammer zeigt, wie viel Kraft nötig war,
      um Stahl zu schmieden.

      Schwerindustrie und Politik sind weitere Themenbereiche. Vor den Weltkriegen
      profitierte die Wirtschaft im Ruhrgebiet von der Herstellung von Kanonen,
      Panzerblechen und anderem Kriegsgerät. Erläutert werden auch die Lebens-
      und Arbeitsbedingungen der Millionen Zwangsarbeiter. Während des Zweiten
      Weltkriegs hätte ohne sie die Produktion der deutschen Industrie nicht aufrecht
      erhalten werden können. Nach Kriegsende, Wiederaufbau und Wirtschaftswun-
      der begann ab den 1960er Jahren eine langjährige Krise. Für den Weg aus der
      Krise steht ein Opel Kadett, ein Beispiel für die Ansiedlung neuer Industrien in
      der Region. Maßgeschneiderte Bleche sind die neuen Produkte der Stahlindus-
      trie. Modelle zeigen Verfahrensinnovationen, mit denen die Eisen- und Stahlin-
      dustrie wettbewerbsfähig bleiben will. Ein Leitstand verdeutlicht die Veränderung
      der Arbeitsplätze mit zunehmender Automatisierung.

      Das Museum bietet museumspädagogische Programme und Führungen an.
      Kindergeburtstage können mit Workshops gebucht werden.

      www.lvr.de