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      Was ist ein Hamburg-Besuch ohne eine Hafenrundfahrt. Alle paar Jahre sollte
      man mal eine solche mitmachen. Die großen Pötte im Hafen sind doch zu
      verlockend. Die Fima Abicht bietet mit ihren 32 Schiffen u. a. auch eine
      spannende XXL-Hafenrundfahrt an, zwei Stunden lang oft abseits der ausgetre-
      tenen Pfade.

      Mit etwas Glück vermittelt eine echte Binnenschifferin interessantes Wissen
      über den Hafen. Die Frau vom Fach kennt sich aus und weiß aus ihrem Berufs-
      leben zu erzählen, während der Kapitän seine Gäste mit „Klein Erna“ durch die
      Speicherstadt und den Hafen schippert. Je nach Tide und Attraktionen ist die
      Route sehr variabel gestaltet. Dabei werden auch die Stromschleusen und der
      hintere Teil des Hafens befahren, sogar unter der Köhlbrandbrücke hindurch.
      Sie wird mit 53 m Durchfahrtshöhe für die großen Pötte schon zu niedrig.
      Mittelfristig ist ein Neubau geplant.

      Zunächst ging es aber durch die Speicherstadt, die ab 1885 in nur drei Jahren
      hochgezogen wurde. Heute zählt sie zum Weltkulturerbe. Sie steht auf drei
      Mio. Holzstämmen. Das damals dort existierende Elendswohnviertel musste
      weichen. Dafür schloss man mit Bismarck einen Vertrag, der die Zollfreiheit
      garantierte. Selbst der Zollkanal wurde gegen Schmuggler mit quer liegenden
      Stammen gesichert. Bei der Architektur gab man sich mit der Neorenaissance
      viel Mühe. Es gab zwei Erweiterungsphasen.

      Entlang der 866 m langen Landungsbrücken, über den 12 m darunter liegenden
      Alten Elbtunnel hinweg, am ehemaligen russischen U-Boot und dem „Dockland“
      von Hadi Teherani vorbei und mit einem Blick auf die alte Fischauktionshalle
      ging die Tour langsam in Richtung große Pötte. Früher bestimmten über 800
      Brauereien das Stadtbild, heute sind es die riesengroßen Containerschiffe und
      die zahlreichen Kreuzfahrtschiffe, auf die man stolz ist. Rund drei Millionen
      Container werden im Hamburger Hafen jährlich umgeschlagen. Dieser Schiffs-
      riesen findet man täglich hier. 400 m lang können sie bis zu 19.000 Container
      transportieren, 12 Lagen unter Deck und 9 über Deck. Ganz hinten werden die
      weniger wertvollen Güter geladen, falls man ein Container von Bord fällt. Ihr
      Bremsweg beträgt 9 bis 12 km, bei 13,5 bis 15,5 m Tiefgang. Schlepper mit bis
      zu 11.000 PS nehmen sie im Hafen an die Leine. Einige Containerfriedhöfe sind
      ebenso zu sehen. Es ist billiger neue Container in Asien zu fertigen, als die
      leeren wieder mitzunehmen. Einen Containerriesen voll zu tanken kostet
      übrigens schlappe 12 Mio. Euro. Da betankt man doch gerne seinen PKW.

      An einem der drei Kreuzfahrtterminals liegt in der Regel fast immer ein Pott.
      Regelmäßig laufen die AIDA-Schiffe den Hafen an. Die neue 330 m lange
      „AIDA Prima“ mit 3.300 Passagieren wurde übrigens in Japan mit einiger
      Verspätung fertiggestellt. Ihr Kussmund gleicht eher der einer Schnute. Sie wirkt
      deutlich schlanker. Mehrere Reedereien laufen regelmäßig den Hafen an. So
      ist bei fast jeder Hafenrundfahrt auch ein schickes Kreuzfahrtschiff zu
      bewundern.

      Natürlich nähert man sich zu Wasser auch der Elbphilharmonie. 120.000 Fläche
      umfasst dieser teure Bau. Eine Klobrille auf den zahlreichen Toiletten soll
      350,- Euro und die Bürste dazu schlappe 290,- Euro kosten. Es ist ein wahrer
      Luxusbau.

      Die XXL-Hafenrundfahrt ist wirklich spannend gestaltet. Man schippert fachlich
      gut betreut auch durch hintere Bereiche des Hafens und passiert diverse
      Stromsperrschleusen.

      Datum: 10. August 2016

      www.abicht.de

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