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      Es ist schaurig in Bottrop, zumindest im Grusellabyrinth NRW, zu finden in der
      alten Waschkaue der Zeche Prosper 2, direkt neben dem Malakoffturm. Zwölf
      Jahre lang war man in Kiel beheimatet, doch dort wurde es zu klein. In Bottrop
      hat man nun 2015 auf 3.000 qm eine richtig gute Fantasielandschaft mit Niveau
      auf die Beine gestellt. Keine billigen Erschrecker sind hier am Werk, sondern
      Experten, die mit ganz viel Herzblut und Liebe zum Detail sich dem Gruseligen
      verschrieben haben. Schon im Besucherfoyer erblickt man einen toll animierten,
      riesigen Bilderrahmen, der als Eingangstor zur Show dient.

      In Bottrop präsentiert man das ganz neue Showprogramm "Im Bann der
      Finsternis". Es dreht sich um eine Familientragödie und deren Tochter, die die
      Besucher beim Durchlaufen in der Gruppe aus dem (Alp-)Traumreich befreien
      müssen. In 16 verschiedenen Szenenbildern, alle ähnlich einer echten Film-
      kulisse, nähern sie sich ihren Ziel. Ob im Zirkus, in der Insektenhöhle, im
      Puppenzimmer, in der Bibliothek mit bespielter Kuppel oder im Villenfoyer mit
      großer Treppe und Orgel, überall können schaurige Gestalten sanft um die
      Ecke kommen, spannende Charaktere mit gelungener Optik, kein einfaches
      Kunstblut.

      "Im Bann der Finsternis" ist der treffende Titel der Show. Allgemein ist es sehr
      dunkel. Man sieht Kerzen und spannende Lichteffekte und hört überall Stimmen.
      Liuba und ein Diener sind die Führer durch die Finsternis. Besucher werden mit
      einbezogen, einer wird sogar zum Anführer der Gruppe bestimmt, denn nicht
      immer wird man geleitet. Gemeinsam als Gruppe den richtigen Weg zur näch-
      sten Szene zu suchen ist gewollt, ungewohnt bei völliger Dunkelheit, immer an
      den Wänden entlang. Rein in die Spirale, aber wie wieder auch raus? Niemand
      geht aber verloren, denn die Gestalten können auch gute Geister sein. Unter-
      wegs entdeckt man Spinnweben, Skelette von der Decke, alte Schränke mit
      teils besonderen Fähigkeiten und viele andere liebevolle Details. Sehr gut
      ausgesucht ist die Musik, mal eine Spieluhr und mal opulente Filmmusik, wie in
      einem Blockbuster aus Hollywood.

      Es ist eine Traumwelt mit vielen Tücken, um ein trauriges Mädchen zu retten
      und sich selbst wieder in die Realität zu bringen. Wirklich sehr gut gemacht,
      stilvolles Gruseln mit rotem Faden, schönen Kostümen und ohne albernes
      Erschrecken. Der Name Grusellabyrinth ist absolut zutreffend. Im Besucherfoyer
      kann man seine vielen Eindrücke erstmal sacken lassen.

      Es ist eine Mischung aus Fantasy, Magie, Grusel, Theater und Schulung des
      sonst wenig verwendeten Tastsinns. Der Eintritt steht in einem guten Verhältnis
      zur gebotenen Show, die sehr aufwändig gestaltet ist und 100 Minuten lang viele
      Erlebnisse für die Besucher bereit hält. Kinder von 8 bis 15 Jahren dürfen nur
      in Begleitung von Erwachsenen hinein.

      www.grusellabyrinth.de