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      Das umfangreichste, wichtigste und größte Kunstmuseum im Ruhrgebiet ist das
      Museum Folkwang in Essen. Gegründet wurde es von Karl Ernst Osthaus 1902
      in Hagen. Nach den Tod von Osthaus 1921 fusionierte die damals schon bedeu-
      tende Sammlung mit der des Städtischen Kunstmuseum in Essen. Nachdem
      im Dritten Reich viele wichtige Werke als entartete Kunst bezeichnet und dem
      Museum genommen wurden, zerstörte der Bombenhagel auch die Gebäude.
      Der Neuanfang verlief mühsam.

      Heute beherbergt das Museum Folkwang verschiedene Sammlungen. Der Be-
      reich Malerei und Skulptur umfasst rund 600 Gemälde und 280 Bildwerke,
      Skulpturen und Objekte, darunter so bedeutende Künstler wie Gauguin, van
      Gogh oder Matisse. Auch die grafische Sammlung ist sehr umfangreich. Ca.
      12.000 Blätter aus dem 19. und 20. Jahrhundert sind hier zu finden. Die fotograf-
      ische Sammlung ist seit 1978 Teil des Museums. Sie umfasst mehr als 50.000
      Fotografien ab den 1920er Jahren. Die ethnologische und kunstgewerbliche
      Sammlung, der älteste Bereich, enthält Kunstgewerbe und Kleinkunst aus den
      entlegensten Gebieten dieser Erde. Der jüngste Teil ist die Sammlung des
      Deutschen Plakat Museums, die erst seit kurzem offiziell zum Haus gehört.
      Mehr als 340.000 Plakate aus den Bereichen Politik, Wirtschaft und Kultur sind
      hier archiviert.

      Der Entwurf des britischen Stararchitekten David Chipperfield ergänzt vortrefflich
      den bestehenden klassischen Altbau, der 1960 errichtet wurde. Aus 2.400 qm
      Ausstellungsfläche werden nun 6.200 qm. Jede Sammlung hat ihren räumlich
      abgetrennten Bereich mit einem großen Innenhof. Allein die neue Wechselaus-
      stellungshalle bietet 1.500 qm. Großen Wert hat Museumsdirektor Dr. Fischer
      bei der Planung auf Tageslicht gelegt. Aus- und Einblicke sind durch große
      Fenster möglich geworden. Auch die Decken sind oft tageslichtdurchlässig
      gestaltet. Die Fassade ist aus recyceltem Glas, welches eine optische Leich-
      tigkeit bewirkt. Der Erweiterungsbau kostet 55 Mio. EUR, die von der Alfried
      Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung (Vorsitzender Berthold Beitz) getragen
      werden.

      Ergänzend stehen den Besuchern ein Lesesaal, eine gut bestückte Kunstbuch-
      handlung und ein exquisites Restaurant im Gebäude offen. Eine Tiefgarage
      steht zur Verfügung.

      www.museum-folkwang.de