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      Die Camera Obscura in Mülheim ist die größte begehbare Kamera der Welt.
      Sie präsentiert mit dem Museum zur Vorgeschichte des Films einen Themen-
      schwerpunkt, der an diesem Ort der Industriegeschichte passender eigentlich
      nicht gezeigt werden kann. Historische Objekte und Rekonstruktionen laden
      zum Staunen zum Mitmachen ein.

      Der 1904 erbaute, 38 m hohe Turm versorgte einst die Dampflokomotiven, die
      im benachbarten Ringlokschuppen untergestellt waren, mit Wasser. Seine
      Funktion als Wasserturm endete 1954, als die Dampfrösser ihren Betrieb ein-
      stellen. Der Turm selbst blieb im Zweiten Weltkrieg unbeschädigt. Von oben
      haben die Besucher heute einen schönen Blick über Mülheim.

      Anlässlich der Mülheimer Landesgartenschau 1992 wurde in die ehemalige
      Wasserkuppel des nun denkmalgeschützten Turmes die größte begehbare
      Camera Obscura der Welt eingebaut. Camera Obscura (lat.) bedeutet "dunkler
      Raum". Gelangen Lichtstrahlen durch eine Öffnung in diesen lichtdichten Raum,
      werden sie je nach Lochgröße gebündelt. Sie projizieren ein seitenverkehrtes,
      auf dem Kopf stehendes Abbild. Die Optik, aus drehbarem Spiegelkopf, kipp-
      barem Spiegel und fokussierbarem Objektiv ermöglicht einen Rundblick bis zum
      Horizont, wobei die Schärfeneinstellung in einem Entfernungsbereich von 13 m
      bis unendlich mittels Objektfokussierung eingestellt werden kann. In der Mitte
      der Kuppel bietet der Projektionstisch (Bilddurchmesser: 1400 mm) 25 Gästen
      gleichzeitig diese Art der phänomenalen Bildbetrachtung. Regelmäßig finden
      hier Vorführungen statt.

      In den 3 Etagen unterhalb der Kuppel befindet sich eine lückenlose Dokumen-
      tation zur Vorgeschichte des Films mit 1139 einzigartigen Exponaten aus der
      Sammlung "S", die KH.W.Stecklings in 30 Jahren aus aller Welt zusammen-
      getragen hat. Das älteste Exponat ist von 1740. Ingesamt 16 Themenstationen
      zeigen die Entwicklung vom unbewegten zum bewegten Bild mittels zum Teil
      verblüffender Apparaturen: Schattenspiele, Kaleidoskope, Guckkästen, Laternae       Magicae und viele andere Artefakte werden so auf unterhaltsame Weise ver-
      ständlich erklärt. Für Schulklassen werden themenbezogene Workshops und
      Führungen angeboten, die eine phantasievolle Ergänzung zum Unterrichtsfach
      Physik bieten. Kindergeburtstage mit Museums-Rallye oder spannende Bastel-
      Workshops sind ebenfalls möglich.

      Sechs Mal im Jahr präsentiert der sehr engagierte Museuemsleiter Dr. Tobias
      Kaufhold Sonderausstellungen im Bereich Fotografie.

      Ein internes Café lädt zum Verweilen ein und ein Shop bietet sinnvolle und
      kreative Mitbringsel an. Das Museum ist durch seinen Aufzug barrierefrei.

      www.camera-obscura-muelheim.de
      Infos und Fotos zur altuellen Sonderausstellung "Before tomorrow"