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      Im Zweiten Weltkrieg gab es 161 Luftangriffe und diverse Überflüge in Oberhau-       sen. Damit zumindest die Bevölkerung keinen Schaden nehmen konnte, hat
      man Ende 1941/Anfang 1942 in der Nähe des heutigen Centro einen Zivilschutz-
      bunker für maximal 2.300 Personen gebaut. Eine Etage dieses Bollwerks ist
      seit 2001 zum Bunkermuseum Oberhausen geworden. Bei freiem Eintritt kann
      man ein sehr gutes Gefühl dafür bekommen, wie es dort zu Kriegszeiten
      ausgesehen haben muss.

      Nach den ersten Kriegszügen Hitlers kam der Krieg in Form von Luftangriffen
      zurück in die Heimat. Die "Heimatfront" ist auch der Titel der im Bunkermuseum
      präsentierten Dauerausstellung. Zahlreiche dezent angebrachte Infotafeln
      berichten über die Zustände damals im Krieg. Wer durfte in den Bunker und
      welche Aufgaben hatte der Bunkerwart? Es gab auch viele verschiedene Typen
      von Bunkern in Oberhausen, die gezeigt werden. Einige bunkertypische Expo-
      nate findet man natürlich auch, darunter auch noch die ausgeklügelte Technik
      für die Strom- und Wasserversorgung und die Lüftung. Heute ist der Bunker aber
      entmilitarisiert und wird in anderen Bereichen komplett umgebaut und erweitert
      als Bürgerzentrum mit Verwaltungsbereichen genutzt.

      Der Bau ist schon imposant. Boden und Decke sind jeweils 1,40 m dick, die
      Außenwände 1.10 m. Da der Bunker bis 1963 von Flüchtlingen und einer Pilz-
      zucht genutzt wurde, ist nicht alles im Originalzustand. Man hat den Bereich
      des Bunkermuseums aber danach nicht renoviert, sondern die historische
      Bausubstanz so belassen. Die 2 x 3 m großen Räume mit zwei Etagenbetten
      waren schon sehr eng. Duschen und Kochgelegenheiten gab es keine, dafür
      aber Sanitärräume, die die Spuren der Zeit deutlich machen. Alles war sehr
      beengt für so viele Menschen. Bevor man das Museum über den blau illumi-
      nierten Pufferbereich betritt, kann man vor der Eingangstür einen Ein-Mann-
      Bunker bewundern, der nicht weit entfernt im Oberhausener Wald im Krieg als
      Spähposten genutzt wurde.

      Das sehenswerte Bunkermuseum Oberhausen ist gratis mittwochs, freitags und
      sonntags von 14 bis 18 Uhr zu besuchen. Auch die Führungen sind kostenfrei.
      Für Schulklassen werden Workshops angeboten.

      www.bunkermuseum-oberhausen.de