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      Das Musiktheater im Revier (MiR) ist nicht nur ein architektonisches Schmück-
      stück, sondern auch künstlerisch immer einen Besuch wert. Opern, Musicals,
      Sinfoniekonzerte, Ballettaufführungen und gelegentlich auch Sonderformate
      stehen regelmäßig auf dem Spielplan. Geleitet wird das Haus von General-
      intendant Michael Schulz.

      Schon äußerlich zieht es die Blicke auf sich, besonders abends, wenn es von
      innen erleuchtet ist. Dann blickt man durch die 4.500 qm große Glasfront hinein
      in das Foyer mit seinem hellen Glaszylinder, der das sehr ungewöhnliche
      Treppenhaus und dahinter die große Bühne vom Foyer trennt. 1959 wurde der
      Bau des Essener Architekten Werner Ruhnau (1922-2015) eröffnet und ist noch
      heute zeitlos schön. Das MiR beherbergt zwei Säle. Der große fasst 1008
      Zuschauer, der kleine 336. Seit 1997 steht das Theater unter Denkmalschutz.

      Es ist schon imposant, in diesem Foyer zu stehen. Ruhnaus Philosophie war
      es, die bildende Kunst in seine Architektur zu integrieren. So reiste er 1957 mit
      seiner Frau Anita nach Paris. Dort traf er bei einer Kunstausstellung den jungen
      Yves Klein. Von seinen monochromen Arbeiten war er derart begeistert, dass er
      ihn nach Gelsenkirchen einlud. Klein erwiderte die Begeisterung für das im Bau
      befindliche Theater und versprach das "Foyer des Jahrhunderts" zu gestalten,
      was ihm vortrefflich gelang. An den beiden Seitenwänden und an den Rückwän-
      den kann man seine großformatigen, monochromen Arbeiten in Ultramarinblau
      bewundern. Ruhnau beauftragte zusätzlich die Künstler Norbert Kricke, Jean
      Tinguely, Paul Dierkes und Robert Adams mit der Gestaltung künstlerischer
      Objekte im und am Haus.

      Der große Saal ist entgegen dem sehr lichten Foyer eher dunkel gestaltet.
      Balkone aus Aluminium und ein doppelter Rang hängen unter einem Sternen-
      himmel. Man fühlt sich ganz nah dran am Geschehen auf der Bühne. Die
      Distanz zwischen Künstler und Zuschauer wird minimiert.

      Musikalisch gibt die Neue Philharmonie Westfalen unter der Leitung von
      Rasmus Baumann im Haus den Takt an. Fest am Haus engagiert sind sehr
      gute Sängerinnen und Sänger sowie eine ebenso sehenswerte Ballett-
      compagnie. Musikalische Unterstützung erfolgt durch den Opernchor, den
      Extrachor und das "Junge Ensemble".

      www.musiktheater-im-revier.de